Gig Economy

Belgischer Taxiverband FeBet gewinnt vor Brüsseler Berufungsgericht gegen Uber

2021-01-19 Brüssel, Belgien: Zunächst einmal muß unsererseits etwas richtiggestellt werden. Da aus unserer Übersetzung des Artikels von “TaxiPro”, die wir hier am 9. Januar eingestellt hatten, nicht klar hervorging, welcher Verband eigentlich gegen Uber klagt, nahmen wir an, dies sei der BTF, dem Sam Bouchal als Generalsekretär vorsteht. Wie wir jedoch feststellen mussten, hat sich der BTF bereits vor zwei Jahren vom FeBet abgespalten und unterstützt offenbar bestimmte Vorgehensweisen des FeBet nicht. Ob das nun mit dem Drama der Sezession innerhalb des deutschen Gesamtverbandes zu vergleichen ist, vermögen wir z.Zt. nicht zu beurteilen. Es sieht allerdings so aus, als ob sich der BTF teilweise weniger vehement gegen bestimmte Maßnahmen richtet, als dies der FeBet beabsichtigt. Einen Artikel, der etwas besser darüber aufklärt, fanden wir auf dem Twitter-Account von Sam Bouchal und hängen ihn an die Übersetzung des aktuellen Zeitungsartikels an.

Nun zur eigentlichen Sache. Nachdem der FeBet in einem vorangegangenen Urteil in erster Instanz unterlegen war, gab nunmehr das Brüsseler Berufungsgericht dem Belgischen Taxiverband recht, daß sich Uber – und das wundert niemanden, der sich damit befaßt hat – wie überall auf der Welt nicht an bestehende Landesgesetze hält. Wir erkennen eine voranschreitende Sensibilisierung für den Umstand, daß Uber sein rechnerisches Schneeballsystem rücksichtslos auf die analoge Lebenswelt ausdehnen muß, um überhaupt Profitabilitätsziele in Wolkenkukucksheim formulieren zu können. Hier nun also der aktuelle Bericht des belgischen L’Echo.

Uber und Lyft prägen die Städte auf eine völlig unerwartete Weise

researching2021-01-10 Pittsburgh, Pennsylvania: Ha! Nun haben Forscher der “Carnegie Mellon Universtiy” mittels eines statistischen Verfahrens namens “difference-in-difference propensity score-weighted regression model” im Vergleich mit 224 US-amerikanischen Städten festgestellt, daß sich ausgerechnet die künstlich subventioniert aufgestellten “Fahrdienste” dem Privatbesitz von KFZ sogar noch förderlich erwiesen haben – und, ach, einen Angriff auf den ÖPNV darstellen. Und dann auch noch nicht mal auf das wirkliche Leben ausgerichtet sind. Als hätten wir das nicht bereits gewusst. Der link zur Studie ist im Artikel erwähnt und wer es schneller übersetzen kann als wir, der soll es tun und es veröffentlichen.

Malaysia: Interessante Sammelklage von Taxifahrern

law2021-01-10 Kuala Lumpur, Malaysia: Der Angriff der Glaskachelbefüller läuft weltweit. Mittels ihrer Programmierung und Start-Up Legimitation mit Abermillionen von Geldwert läuft überall eine ähnliche Methodik zur Übernahme des analogen Lebensgeschehens. So geschah es auch in Malaysia zum Nachteil der Taxifahrer. Nun haben sie eine Klage angestrengt, um zu testen, wie “gerecht” sich eigentlich ihr Rechtssystem ihnen gegenüber verhält. Es geht gegen Grab, welches, wie aus dem Autorenbrief von “Malaysiakini” hervorgeht, zunächst aus “Gegenwehr” gegen die imperiale Attacke von Uber entstand. Auch das kennen wir. Eine gewisse Süffisanz des Autors ist unverkennbar, aber lest doch…

Neues Mindestlohngesetz in Seattle zwingt Uber und Lyft zur Preiserhöhung

2021-01-09 Seattle, USA: Nun ist das Washington Policy Centre bei weitem kein Think Tank, mit dessen Leitlinien wir uns in Hinblick auf seine oberste Maxime “Marktfreiheit” gemein machen würden. Ganz im Gegenteil. Denn was am Ende bei einer marktbeherrschenden Position von solchen Hazardeuren wie Uber herauskommt, kann jeder wissen: Das unregulierbare Preisdiktat eines Konzernes. Was läßt eigentlich deutsche Minister der Staubsaugervertreterkategorie lieber ihren dressierten wirtschaftlichen Beiräten folgen, anstatt einmal darüber nachzudenken, wie sie sich selbst und möglichen Nachfolgern mit falschen Entscheidungen selber das Wasser abgraben? Von irgendwelchen wirtschaftsschwurbelnden Glaskachelhipstern, die nur dann ein Taxi nehmen, wenn ihnen das route-based-pricing zu ungerecht wird, fangen wir mal gar nicht an. Also lest mal und freut Euch, welche Conclusio dieser zerknirschte und fast schon wütende Artikel offenbart: “Für Mitarbeiter, die das Glück hatten, dass ihre Arbeitszeit nicht reduziert wurde oder sie ihren Job als Folge der Mindestlohnerhöhung verloren haben, sind die Fahrten mit Uber oder Lyft einfach teurer geworden.” Na sowas aber auch!

Schweiz: Kein einfacher Durchmarsch für die Gesetzlosen

taxes2021-01-09 Zürich, Schweiz: Beflügelt durch das Urteil des Waadtländer Kantonsgerichtes im April ’20, in dem ein Präzedenzfall für die Schweiz geschaffen wurde, fährt jetzt also auch die SVG Zürich den “Cutter” heraus, um ein weiteres Loch in den dicken Geldbeutel der Deperados von “Uber” zu schlitzen. Der Artikel erschien bereits am 4. Januar im französischen Teil des Online-Boulevardblättchens “20 minuten”. Zur Vervollständigung Eurer internationalen Informationen übersetzten wir ihn.

Algorithmen sind ein Herrschaftsinstrument und keine Lebenserleichterung

coding2020-12-30 Jakarta, Indonesien: Zum Jahresausklang schweifen wir einmal mehr in die Ferne. Das Thema und die Erkenntnis sind beileibe auch nicht neu. Aber dieser tolle Text der Autorin und Ph.D.-Anwärterin am MIT, Rida Quadri, läßt uns eintauchen ins Klischee südostasiatischen “Gewusels” anhand der Motorrad-Lieferanten- und Taxis der Metropolregion Jakarta mit ihrer mehr als 34 Mio. Einwohner. Rida Quadris Erkenntnisse dürften ganz ähnlich derer der Diplomsoziologin Alex Rosenblad ausfallen. Und das schildert sie in diesem Text auch ganz gut. Es bleibt die Hoffnung, daß die Menschen begreifen, daß das Benutzen und Mitführen einer “Glaskachel” sie letztlich nur zu Laborratten degradiert und ihr Leben eben nicht erleichtert.

Ganz andere Länder, gleichartige Probleme – Karnatakas Taxis und Fahrdienste lehnen nächtliche Ausgangssperre ab

2020-12-28 Bengaluru, Indien: Gleichzeitig zu den kraftvollen Massendemonstrationen der um ihre Existenz und gegen die raubkapitalistischen Bestimmungen der verhassten Modi-Regierung im eiskalten Großraum Delhi kämpfenden Bauern opponieren die Personenfahrdienste in Karnataka gegen die rigiden Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung. Was dabei allerdings auffällt, ist die Arroganz der konzerneigenen Fahrdienste, wie Uber, Ola, Swiggy oder Zomato, sich als “New Age-Dienste” zu bezeichnen. Verkaufen sie doch bloß alten Wein in neuen Schläuchen, um die dafür benötigten Arbeitskräfte umso härter auszubeuten. Dies jedoch verbindet sie mit allen anderen kapitalistischen Ländern. Möglicherweise ist dieser Begriff aber auch nur von der indischen “Economic Times” gewählt worden, was nicht minder arrogant ist.

Flughafen Roissy: vier VTC-Firmen in einen saftigen Sozial- und Steuerbetrug verwickelt

taxes2020-12-23 Seine-Saint-Denis/Paris Was passiert da im Großraum Paris in Bezug auf die von “Oben” eingeladenen Machenschaften von sog. “VTCs”? Wir fanden einen Artikel, anhand dessen man mal überschlagen kann, was “unser” wohlwollend untätige Berliner RRG-Senat sich so am Fiskusfilter vorbeigeleiteten Milliönchen in voller Absicht entgehen lässt, wenn man zugrunde legt, daß hier inzwischen an die 5k Mietwagen für unterschiedlichste Datensammler/Fahrgastvermittler wie “Uber” oder “Free-Now” oder “Bolt” oder oder tätig sind. Gescheiterte Investment-Banker und sog. “Clans”, deren “Familienmitglieder” in der Libanesischen Grenzregion zu Syrien für ihr unsägliches Verhalten vermutlich selber Disziplinierungsmaßnahmen inkauf nehmen müssten und denen u.a. von den Senatsheuchlern ein Raum eingeräumt wird, der ihnen ganz ausdrücklich nicht zusteht, nehmen wir gar nicht davon aus. Aber wir sind ja auch zum Glück nicht die Geisel-Polizei…  Wo bleibt eigentlich unsere beknackte Lokal-Lemmings-Presse, wenn man sie bei so etwas bräuchte? Ist egal! Es gibt das Internet und internationale Meldungen mit mehr Gewicht.

Zerrinnende Schäume bei deren Schläger: Uber

Arrow2020-12-08 San Francisco/New York

Nur für die Chronologie des Niederganges durch angesagte, niemals zu erreichende Profitabilität: Uber trennt sich von seinen dollarverschlingenden Geldsackmagnetprojekten “Autonome Flotte” und “Autonomes Flugtaxi/bemanntes Flugtaxi“.

Schlechte Nachrichten aus Barcelona: Uber wagt dritten Angriff!

2020-11-25 Barcelona: Der größenwahnsinnige Idiotenmagnet Uber wieselt sich nun ein drittes Mal an das Geschäft der katalanischen Taxifahrer heran. Vielmehr soll nun versucht werden, daß gierige Unternehmer mit schlechten Rechenkünsten, aber bereits vorhandenen Apps zum Flottenmanagement den Sklavenerschaffern aus dem rostigen Imperium auf den klebrigen Leim gehen. Jetzt ist umso mehr der Zusammenhalt der Taxifahrer gefragt, denn sie haben alles zu verlieren. Die Meldung im “Okdiario” ist brandaktuell und deshalb haben wir sie schnell für Euch übersetzt. Es sieht sogar schlimmer aus, als viele dachten, denn die Verarmungsdigitalisierer bekunden, daß sie weltweit kein Taxi verschonen wollen mit ihrer fiesen Masche. Viel Spaß dann nachher beim Webinar des BVTM, wenn wieder Politiker um die Wette heucheln und Euch für dumm verkaufen wollen!

Dänisches Steuerministerium stellt Steuernachforderung an 2.400 ehemalige “Uber-Fahrer”

taxes2020-10-06 Kopenhagen: Die Fälle stammen aus den Jahren 2016 und 2017 und es ist nach Angaben des Finanzministeriums gelungen, die Personen anhand von Informationen aus den Niederlanden zu identifizieren. Die dänischen Behörden haben durch diese Amtshilfe unter anderem die Namen der Fahrer und Nummernschilder der benutzten Fahrzeuge erhalten. Wie die dänische Zeitung “Ekstra Bladet” berichtet, wurden insgesamt 7500 Überprüfungen bei 2400 Personen durchgeführt und 99 Prozent der Beteiligten hatten nicht bezahlt. Während bereits im Jahre 2017 vier ehemalige Uber-Diebe zu hohen Geldstrafen durch das Kopenhagener Stadtgericht verurteilt wurden, beläuft sich die nachgeforderte Rückzahlung auf eine Summe von 59 Mio. dänischer Kronen. Rechnerisch ergibt das also pro Kopf eine Nachzahlungsschuld von 24.583 Kronen. Wie der Dänische Staat das eintreiben will, wird nicht berichtet, aber es tut gut, davon zu hören, daß es Staaten gibt, die sich nicht untertänig diesem Schrottkonzern “Uber” beugen und die Mittäter an die Kandare nehmen. Die Schaumschläger hatten nach den harten Urteilen und dem neuen Taxigesetz bereits 2017 Reißaus genommen. Der Steuerminister Morten Bødskov kündigte außerdem an, die Steuerkontrolle mit 1000 Mitarbeitern bis 2023 zu stärken. Ist man dazu im leidigen D etwa schon zu korrupt und EU-debil? Kræver 59 millioner af Uber-chauffører (dänisch, Ekstra Bladet, “Von Uber-Fahrern werden 59 Millionen benötigt”, 3. Oktober)

Berliner UmVuK-Ausschuss stellt Antrag auf Einhaltung der Gesetze – Ein Grablicht für’s Berliner Taxigewerbe

berlin 2020-09-05 Berlin: Es mutet mal wieder so an, wie der Dauerschlager deutscher Regierungskaugummimonstranz: “Was hätten wir denn tun sollen? Wir sind doch bloß die Regierung?” Als hätte das Taxigewerbe nicht seit nunmehr zwei Jahren alles in seiner Macht stehende unternommen, um in Gesprächen mit der “Politik”, Kundgebungen und Demonstrationen und Klagen und Prozessieren und Geldherausschmeißen auf dieses gesetzesverachtende Nichtstun der der Landesregierung untergebenen, aufsichtsführenden Behörde LABO hinzuweisen. Jetzt, da der D-Zug des marktradikalen, BRD-feindlichen Geldverkehrsministers und seiner nie zuvor gesehenen “Findungskommission” voller Konzernlobbyisten mit Politikerstatus das “Kind” in den Brunnen geschubst hat, fällt plötzlich ein paar Abgeordneten des Berliner Senates ein, welche Passus z.B. zum “taxiähnlichen Verkehr” im Bundesgesetz PBefG enthalten sind. Man HAT uns aber alleingelassen und weil wir noch nicht tot sind, schlagen wir mit allen uns noch legal zur Verfügung stehenden Methoden zurück! Nicht vergessen, wieviele Arbeitsplätze hier gerade in offene Sklaverei transformiert werden sollen! Nicht vergessen, was Daseinsvorsorge bedeutet und dass seit Jahrzehnten bewährter, sozialer Fortschritt immer noch fortschrittlicher ist, als ein totalitär digitaltechnologisierter Überwachungskapitalismus! Vergesst nicht, dass auch das “brave” Taxigewerbe mit seiner sehr spezifischen Verantwortung über ultralegale Integrationsfähigkeiten verfügt. Ein Interview darüber, wie arrogant man diesen legalen Bestrebungen zur Behebung der Mißstände behördlicherseits mit kompletter Ablehnung senatskaugummimäßig gegenüber begegnete, liefern wir als Fortsetzung vom Hamburger Interview stante pede. …

Taxikommission setzt die Uber-und-Lyft-Regeln nach Crain’s Recherche durch

2020-08-19 New York: Crain’s New York akklamiert für sich, durch Recherche und deren Veröffentlichung der TLC Dampf gemacht zu haben. Ist O.K. so. Wann schließlich versuchte die deutsche Käseglockenpresse zuletzt mal, direkt die Ausrichtung der deutschen politischen Klasse oder Behörden durch intensive Recherche aufzuscheuchen? Nä, sie ist regierungshandzahm und versucht stattdessen lieber, die Leser zu beeinflussen und zu “erziehen”. Sechs, weiter rumsitzen! Obwohl New York es immer noch nicht geschafft hat, die beschlossene Staugebühr inkraft zu setzen, wird die Luft endlich für die verlogenen Ride-Hailer dünner! Auf die ersten Datensätze sind auch wir śehr gespannt. Weil ihre allgemeine Schädlichkeit jedem ins Gesicht springt, ist klar, daß ihr Stern jetzt niedergeht. Was überhaupt ist mit unserer seltsamen Verkehrssenatorin los? Merkt die eigentlich noch was? Frau Günther: Jagen sie endlich die illegalen Clowns von der Straße! Das ist hilfreicher, als mit Nadelstichen durch Verkehrsbarrikaden zum Schein Politik zu betreiben.

Uber wartet in London auf den Tag der Abrechnung, während seine Konkurrenten lauern

2020-08-15 London: Unsere wackeren Kollegen von der spanischen Taxipresse sind meistens sehr gut informiert und nehmen sympathischerweise auch kaum ein Blatt vor den Mund. So liefern sie eine Situationsbeschreibung der die Black-Cabs verdrängenden Umstände unter dem unsäglichen Bürgermeister Sadiq Khan und liefern gleich noch die Aussichten mit, denen wir uns werden stellen müssen, wenn die deutschen Politster mit ihrem Verrat am BRD-Staatsziel “Soziale Marktwirtschaft” u.v.a. im Bereich Personenbeförderung (PBefG) bzw. dessen Verkrüppelung zugunsten der Geldbesitzer (Konzerne) durchkommen.

Wie eine deutsche Behörde einfach nur ihre gesetzlich vorgesehene Arbeit tut…

Interview2020-08-05 Hamburg: In einem fulminanten, selbsterklärenden Interview, das auf der website “Taxi-Innung” am 2. August veröffentlicht wurde, gibt ein nicht näher benanntes Team von Hamburger Taxifahrern Auskunft darüber, wie sie die erfolgreiche Arbeit der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI) unterstützten. Wer jedoch verhindert z.B. in Berlin ein gesetzestreues Durchgreifen des LABO?  Nun, das ist die zuständige Nachhaltigkeits-Radverkehrssenatorin und Ex- Generaldirektorin für Politik und Klima bei der Konzern-Greenwashing-Umweltstiftung (S. 12) “WWF“, Regine (Sandburgia) Günther, die so illustre Gründer hatte, wie z.B. den Ex-Nazi Prinz Bernhard, der 1961 dessen erster Präsident wurde. Obwohl Datensätze im fünfstelligen Bereich zu den tausendfachen Gesetzesverstößen der Uber-Kollaborateure durch unterstützende Kollegen und Kolleginnen mittels der App “btMv” gesammelt wurden, wird weiter feist und stumpf dabei von Behördenseite zugesehen und abgewartet, ob nicht eeendlich! die zu befürchtende Verkrüppelung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) sie von dieser Aufgabe erlöst. Dazu später mehr. – Clown Busters (deutsch, Taxi-Innung, “Clownjäger”, 2. August)

Uber gibt Plan zur Verlegung des asiatischen Hauptquartiers nach Hongkong auf

law2020-08-05 Hongkong: Die Lügenbarone, Datenabschnorchler und Sklaverei-Progressisten “Uber”, die man durchaus dem US-Spionagekomplex zurechnen sollte, beißen bei der chinesischen Regionalregierung Hongkongs  weiter mit dem Versuch auf Granit, ihre illegalen Machenschaften feist als geltendes Recht durchzusetzen. Dutzende ihrer Kollaborateure  wurden in den letzten Jahren verhaftet und strafrechtlich verfolgt, weil sie Passagiere ohne Mietwagenerlaubnis mitgenommen haben. Das ist nur gerecht so und wäre auch in den entsprechenden deutschen Städten fällig. Aber die politische Klasse in D ist schwächlich, zudem korrupt und sehr folgsam, wenn es um die Interessen privater Geldbesitzer geht, zugunsten derer untertänigst bewährte Gesetze verkrüppelt werden. China jedenfalls ist souverän und braucht keine windige US-Bankrotteursfirma an der zivilen Front.

Carlos Rodríguez – Spanien: Uber und Korruption in Madrid

Shark Bank2020-07-29 Madrid: Carlos Rodríguez von Elite Taxi Barcelona veröffentlicht einen Artikel auf ‘brave new europe’ und erzählt die Anfänge und den Fortgang der Liberalisierung des Taxigewerbes in Madrid. Der Text erscheint uns als eine sehr passende Antwort auf beispielsweise die Morgenpostoffensive vom 26. Juli 2020, in der an einem Tag in drei Artikeln (1, 2, 3) nicht nur Uber auf’s Schärfste beworben, sondern auch die Realität einmal komplett auf den Kopf gestellt wird: Herr Weigler (Uber) ist sich nicht zu schade, mit falschen Behauptungen an die Öffentlichkeit zu treten und zeichnet ein Bild von inzwischen friedlich kooperierenden Taxi- und Uberfahrern, quasi für ein größeres Wohl, nämlich der “Effizienz- und Umsatzsteigerung”. Das deckt sich ungefähr “null” mit der Situation auf den Straßen von beispielsweise Berlin. Viel wahrscheinlicher ist, dass sich die Verstrickungen von Politik und Konzernen in Madrid und beispielsweise Berlin sehr stark ähneln. Eine Übersetzung des Artikels findet sich auf taxi-innung.de. (spanisch, braveneweurope.com, Carlos Rodríguez – Spain: Uber and Corruption in Madrid”)

 

Uber zieht alle Mitarbeiter über’n Tisch – auch die Gentry-Träumer

Genie2020-07-15 San Francisco: Was also sind Arbeitsvertragsabschlüsse wert, die den Zurverfügungsteller dazu verführen, seinen Lohn zu verwetten? Reicht es denn aus, die Toiletten zwischen den “gewöhnlichen” Umsatzbeschaffern und der Gentry zu trennen, um den “besseren” Lebensentwurf bestätigt zu bekommen? Sieht nicht ganz so aus. Selbst die Idioten stellen fest: Uber ist ein Untoter!Ex-Uber employees are being surprised by big tax bills. They blame the ride-hailing company(englisch, NBC News, “Ex-Uber-Arbeitnehmer werden von hohen Steuerrechnungen überrascht. Sie geben der Ride-Hailing-Firma die Schuld”, 13. Juli)

Uber entspricht nicht dem RGPD (DSGVO)

translating service2020-06-20 Paris: Natürlich ist es nicht unser Anliegen, uns a) für die Rechte von Uber-Fahrpersonal einzusetzen, denn dieses unterschreibt ja bereits bei Eingehen eines Abhängigkeitsverhältnisses, daß es auf seine Rechte verzichtet und b) die Resopalrechte der sog. “EU” zu propagieren, die ja nicht als Ikone der Bürgerrechte gegründet wurde, sondern um im Gegenteil die Interessen der Konzerne besser gegen die Bürger durchsetzen zu können. Jedoch gemäß der Devise: “Versuch macht kluch” berichten wir gern gleichwohl darüber, daß die französische Liga der Menschenrechte (LDH) zusammen mit der Fahrergewerkschaft “Intersyndicale Nationale Vtc” (INV), die ihrerseits über keine eigene website verfügt, aber eine fremdbestimmte “Facebookseite” betreibt – was die Ironie noch perfekter macht – und der Anwaltskanzlei “Metalaw” eine Beschwerde wegen Verstoßes gegen die Datenschutzgrundverordnung (RGPD) (DSGVO) der “EU” an die Commission nationale informatique et libertés (CNIL) verwiesen hat. Die Aussicht darauf, daß im Falle des Erfolges Uber 4% ihres weltweiten Umsatzes als Strafe zahlen müßte, ist zwar verlockend, aber der US-amerikanische Klassenfeind mit imperialistischem Habitus dürfte sich ähnlich ignorant der Gesetzgebung der “EU” gegenüber verhalten, wie schon die völkerrechtswidrige Außenpolitik seines Heimatlandes dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag gegenüber: Urteile die USA betreffend werden grundsätzlich nicht anerkannt!

Drittes Treffen Findungskommission PBefG…

Genie2020-06-17 Berlin: Am 19. Juni 2020 um 14 Uhr tagt im Verkehrsministerium, Invalidenstraße 44, die “Findungskomission” zum PBefG. Informationen zu den diskutierten “Eckpunkten” gibt es HIER. (deutsch, BMVI, “Third meeting of PBefG finding commission in Berlin, Minister Scheuer”)

 

Ehemaliger Uber-Fahrer erhält Arbeitnehmerrechte

2020-05-13 Lausanne, Schweiz: Die naturgemäß behäbigen, aber steten Mühlen der Justiz mahlen weiter gegen die asoziale Plündermafia “Uber”. Wir übersetzten kurzerhand einen Artikel von “24heures.ch” vom 28.4.20:

Der Kantonsgerichtshof bestätigt eine Entscheidung des Arbeitsgerichts: Ein ehemaliger Fahrer der amerikanischen Marke hat mit sofortiger Wirkung Anspruch auf eine Abfindung bei ungerechtfertigter Entlassung.

Taxidemos in Berlin und Hamburg gegen staatlich gedeckte Konzernwillkür

2020-02-22 Taxifahrerproteste in Hamburg und Berlin: Zwei Stadtstaaten, ein gefallener Groschen. Kein Grund, sich durch Spaltungsversuche seitens der “Springer SE”, die mit ihren Aktienankäufen seit Ubers Börsengang im letzten Mai vermutlich ordentlich unter Wasser geraten ist, auseinanderdividieren zu lassen. Springers angemottetes Bewußtseinsmanagement ist von Gestern.  Die “Soziale Marktwirtschaft”, diese seit der Agenda 2010 längst zu Schanden gerittene Chimäre geistert zwar noch in den Köpfen – auch eines Redners auf der Demo vorm Roten Rathaus – herum, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. …

Peter Teffer entlarvt die Lobbyarbeit bei der EU: ‘Uber & Co investieren stark’

2020-02-11 Brüssel: Mit der thrillerartigen Publikation “Dieselgate: Wie die Industrie betrog und Europa scheiterte” (2017), deckte der Enthüllungsjournalist Peter Teffer (38) die Beziehung zwischen der “Brüsseler Blase”, wie die Eurokratie genannt wird, und der listigen Lobbyarbeit der Autoindustrie auf. Demnächst erscheint “Sieht so aus, als ob Washington das tut” – Wie Lobbyisten Brüssel im Griff haben.
Daß Neelie Kroes sich nach ihrem Mandat als Handelskommissarin von Uber als Mitglied des politischen Beirates von Uber hat “verdrehtüren” lassen, wussten wir bereits, bevor wir diese website hier starteten. Was wir nicht wussten, sind z.B. die Summen, die Uber in den Apparat gesteckt hat, um für sich ein günstiges Klima zu kaufen. Wir übersetzten einen Auszug aus dem Interview, welches das Brüsseler online-mag “Bruzz” mit Peter Teffer führte: …

Wissenschaftlich begründeter Konter aus Montréal: Spotlight auf die “uberisierte” Wirtschaft

2020-02-04 Montréal, Provinz Québec, Kanada: Die kanadische Online-Zeitung “Der Krake” (pieuvre.ca) berichtet über eine Art “Briefing” vonseiten des Institutes für sozio-ökonomische Forschung und Information (IRIS) aus Montréal zum Thema Plattformkapitalismus. Wir möchten daran erinnern, daß die aktuelle Regierung der CAQ (Coalition Avenir Québec) in Québec mit ihrem Ministerpräsidenten François Legault und ihrem Verkehrsminister François Bonnardel die Zukunft der wirklichen Taxifahrer für den Plattformkapitalismus sehenden Auges ruiniert hat und die Taxifahrer dann auch noch mit lächerlichen Almosen abgefunden hat. Im wie meistens für kanadische Verhältnisse moderaten Duktus wird zwar nicht “Plattformkapitalismus plattmachen!” gefordert, sondern eher die erstarkende Organisationsbereitschaft der Arbeiter als Conclusio herausgestellt. Aber es kann als Aufruf und Ermutigung zur Reorganisation selbst des niedergedrücktesten Prekariates verstanden werden. Nicht unser Job, denn da wollen wir nicht hin! “Sozialdemokratie” steht längst nicht mehr gerade für Erstarkung des Druckes von Unten, sondern von Oben! Von irgendwelchen deutschen Wählern der sog. “Grünen”, die erst Rautenchucky wollten und nun in Scharen überlaufen, fangen wir jetzt auch nicht an. Sie sind deutschlands psychologische, kafkaeske Altneulast eines Albtraumes von Untertanen, den Heinrich Mann damals in seine Worte fasste und die auch heute nichts anderes interessiert, als ihre eigene Sauna.
Wir können das Teil gerade nicht übersetzen, weil in Berlin endlich mal wieder eine Weltmesse ansteht. Und wir machen unsere Kohle auf der Straße. Aber Ihr könnt es euch ja selbst übersetzen, wenn es euch interessiert. Wir haben nur mal kurz den Artikel des Kraken vom 31. Januar übersetzt. Unser Dank geht an Sam Bouchal: