Krise

Venezuelas neue Taxifahrer: Soldaten im Nebenjob

Military2021-01-10 Caracas, Venezuela: Noch nie hatten wir hier eine Meldung über das Taxigeschäft in Venezuela. Jetzt kolportieren wir ausgerechnet eine Meldung der Agence France Presse (AFP). Betreibt sie damit gezielte Insubordination im Hinblick auf den Sturz des sozialistisch ausgerichteten Regierungssystems? Kann sein. Aus unserem Blickwinkel des Taxifahrens heraus ist es aber trotzdem lehrreich: Bricht eine Infrastruktur aus welchen Gründen auch immer zusammen – und zu solchen Untaten sind die deutschen Regierungsinhaber offenbar mit einigem Tamtam in der Lage – stellt sich für uns die Frage, wie wir mit dem Job, den wir betrieben, weiterleben könnten. Man kann aus vergangenen Kriegssituationen lernen, daß z.B. Diesel für Zivilisten nicht mehr zu erhalten ist, weil dieser Treibstoff für Militär”fahrzeuge” benötigt wird. Eine der beknacktesten Klimapolitiklügen übrigens. Es scheint jedoch so zu sein, daß die von außen unterstützten Putschkräfte in Venezuela fallen gelassen werden. Was danach kommt, ist unklar. Aber im Land herrscht schon längst Ausnahmezustand. Bei dem zurückliegenden Gequatsche über eine angebliche “Systemrelevanz” in D lässt sich wohl heute schon feststellen: Wir gehören zum nichtsystemrelevanten Prekariat und nur entschlossene Solidarität und Neuorganisation z.B. in einer eigenen Gewerkschaft könnte unsere Stimme besser zur Geltung bringen, als bisher.

Brüsseler Taxiverband BTF geht kämpferisch ins neue Jahr

2021-01-09 Brüssel, Belgien: Brüssel ist nicht Flandern und Sam Bouchal steht seit Jahren seinen Mann als Generalsekretär des Brüsseler Taxiverbandes BTF, um sich für seine Berufsgruppe einzusetzen und nicht für die Massen an inkompetenten, korrupten “Heilsbringern”, die sich für Politiker halten und “seine” Stadt fluten. Wie wir selber, hat er auch immer einen Blick über den Tellerrand hinaus in die Welt. Das finden wir sehr sympathisch. Wir wünschen im Sinne der Taxifahrer dem BTF viel Erfolg bei seiner Klage! Kein Kampf ist aussichtslos, wenn man ihn kämpft.

Taxifahrer in Teheran: Wir können nicht atmen

2020-01-07 Teheran, Iran: Wir betrachten in dieser Agentur die Welt ja aus dem spezifischen Blickwinkel des Taxifahrens. Weil uns klar ist, daß die Beurteilung der eigenen Lage schon länger nicht mehr objektiv mithilfe der allermeisten hier angebotenen “Medien” möglich ist. Alles “Kriecher”, ist man versucht, zu sagen. Aber genau davor ist man eben auch und gerade beim Blick in internationale Veröffentlichungen nicht sicher. Um es klar zu sagen: Es gibt gar keine “Sicherheit”. Nirgends und in nichts. Die Schilderungen im jetzt herausgefischten Artikel über die Leiden der iranischen Taxifahrer sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zutreffend. Deshalb reichen wir den auch gerne weiter. Was aber in dem Artikel fast nicht bzw. erst am Ende andeutungsweise vorkommt, ist, wer sein “Scherflein” zu dieser beklemmenden Situation entschieden beigetragen hat. Es ist uns komplett gleichgültig, was für ein Schrottpräsident der Demokratiesimulation in den US of A gerade auf der Bühne steht, seitdem diese ein Imperium ist, welches seine Macht nur auf Füßen der Abscheulichkeiten abläuft. Es kann einfach keinen “besserern” oder “schlechteren” Präsidenten geben! Ein US-Präsident und damit ein Präsident eines Imperiums ist prinzipiell etwas Schlechtes, was jedoch nicht heißen soll, daß betuliche Staubsaugervertreter etwas Besseres wären.

Wir wagen mal, zu behaupten, daß Machtansprüche und eine glaubwürdige Klimapolitik eben genau nicht korrelieren!

Es ist interessant, wer diese Zeitung gegründet hat, die diesen Artikel hervorgebracht hat. Aber viele Menschen – leider auch Taxifahrer – nehmen sich aus Gründen nie die Zeit, Hintergründe zu recherchieren. Und das obwohl wir noch im Informationszeitalter leben und daraus eigentlich progressive, also fortschrittliche Konsequenzen hätten erfolgen können. Warum dem offenbar nicht so ist bzw. das Verharren und die Rückschrittlichkeit zunehmend Raum greifen, überlassen wir der unterstellten Nachdenklichkeit unserer Leser.

Wohlhabendes Norwegen: Über 3000 Taxifahrer verloren 2020 ihren Job

economy2021-01-02 Oslo, Norwegen: Wie die norwegische Zeitung “Dagens Næringsliv” berichtet, sind selbst im wohlhabenden Norwegen nach Analysen von Enin über 3k Taxifahrerjobs den wirtschaftlichen Folgen des Corona-Mummenschanzes zum Opfer gefallen. Es ist nicht klar, wieviele von den ca. 144k (S.692) Maschinenführern, Fahrern o. ä. genau nun Taxifahrer waren (wer’s besser weiß, darf uns gerne eine mail schicken), aber bei nur etwas über 5,3 Mio Einwohnern erscheint uns die Anzahl verlorener Taxijobs als sehr hoch. Hätten wir von Norwegen echt nicht gedacht.

Zerrinnende Schäume bei deren Schläger: Uber

Arrow2020-12-08 San Francisco/New York

Nur für die Chronologie des Niederganges durch angesagte, niemals zu erreichende Profitabilität: Uber trennt sich von seinen dollarverschlingenden Geldsackmagnetprojekten “Autonome Flotte” und “Autonomes Flugtaxi/bemanntes Flugtaxi“.

Der Krieg gegen Uber geht in Argentinien weiter: Taxifahrer in Buenos Aires geben nicht auf

Magnifying Glass2020-08-17 Buenos Aires: Ein etwas ungewöhnlicher long read für dieses Format im Wochenendausklang. Viele taxispezifische Fakten können nicht zuletzt durch unsere Kolportationsarbeit allgemein bekannt sein und lassen sich im Archiv wiederfinden. Der Artikel ist spannend geschrieben und trägt zum Allgemeinwissen bei – besonders auch im Abwehrkampf gegen gierige Lügnerkonglomerate. Wir wünschen spannende, lehrreiche Unterhaltung. Übrigens: Wenn das Foto nicht zu alt ist, ist der Autor John Griffin noch ziemlich jung. Toll!

Carlos Rodríguez – Spanien: Uber und Korruption in Madrid

Shark Bank2020-07-29 Madrid: Carlos Rodríguez von Elite Taxi Barcelona veröffentlicht einen Artikel auf ‘brave new europe’ und erzählt die Anfänge und den Fortgang der Liberalisierung des Taxigewerbes in Madrid. Der Text erscheint uns als eine sehr passende Antwort auf beispielsweise die Morgenpostoffensive vom 26. Juli 2020, in der an einem Tag in drei Artikeln (1, 2, 3) nicht nur Uber auf’s Schärfste beworben, sondern auch die Realität einmal komplett auf den Kopf gestellt wird: Herr Weigler (Uber) ist sich nicht zu schade, mit falschen Behauptungen an die Öffentlichkeit zu treten und zeichnet ein Bild von inzwischen friedlich kooperierenden Taxi- und Uberfahrern, quasi für ein größeres Wohl, nämlich der “Effizienz- und Umsatzsteigerung”. Das deckt sich ungefähr “null” mit der Situation auf den Straßen von beispielsweise Berlin. Viel wahrscheinlicher ist, dass sich die Verstrickungen von Politik und Konzernen in Madrid und beispielsweise Berlin sehr stark ähneln. Eine Übersetzung des Artikels findet sich auf taxi-innung.de. (spanisch, braveneweurope.com, Carlos Rodríguez – Spain: Uber and Corruption in Madrid”)

 

Corona-Krise Mindestabstand im Taxi

2020-03-27 Berlin: Bitte der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

an die  Taxigewerbevertretungen in Berlin

Angesichts der aktuellen Corona-Krise und der zwingenden Notwendigkeit zu jeder Zeit einen Mindestabstand einzuhalten,(…) wollten wir Sie gern darum bitten, Ihre Mitglieder dahingehend dringend zu sensibilisieren und für den Moment von einer Beförderung mehrerer Personen in einem Fahrzeug abzusehen. Nur mit der konsequenten Einhaltung der Abstandsregelung kann die weitere schnelle Ausbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden.

Mit besten Grüßen

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Referat III B – Digitalisierung, Mobilität, Gesundheitswirtschaft, Medien und Kreativwirtschaft III B 31 – Mobilität – Corona-Krise Mindestabstand im Taxi  Link wurde entfernt (deutsch, Taxiverband Berlin Brandenburg (TVB))

Taxibusiness in der Hauptstadt kam vergangene Nacht fast zum Erliegen

2020-03-12 Berlin: Wir reden bislang nicht über Themen, von denen wir nichts verstehen. Dazu gehört ganz klar das Fachchinesisch der Bio-Chemiker und Virologen. Wir stellen prompt zwei vielleicht wichtige links heraus. Dazu gehört die Übersichtsseite der “Arbeitsagentur” wegen “Kurzarbeitergeld – Informationen für Arbeitgeber” und die echt kompliziert zu lesende und zu verstehende Ausarbeitung im “Merkblatt Kurzarbeitergeld – Informationen für Arbeitgeber und Betriebsvertretungen“. Durchhalten und noch mehr Druck machen ist die Devise! Echt schade, daß gerade auch die Freiluftveranstaltungen nicht respirieren können. Diesmal ist Vernunft angebracht und nicht politisch verbrämt.