Bargeld(los)

Chinesische App DiDi startet neuen “Taxi”dienst in Bogota

2019-10-29 Bogota, Kolumbien: Auch DiDi Chuxing greift jetzt erstmalig die traditionellen Taxifahrer mit derselben Schaumschlägerei, wie z.B. “Uber” an und rühmt sich, mit seinen bereits gewonnenen 20K Fahrern des Dienstes “DiDi Express”, der nur bargeldlos abgewickelt wird, sowie 5K kollaborierenden Taxis “den Konsumentenbedarf mit besonderen Sicherheitsanforderungen” auch mit Barbezahlung abdecken zu können. 50% der sich dafür bewerbenden Fahrer seien beim Sicherheitscheck bereits abgelehnt worden. Man würde gerne wissen, was für Maßstäbe da angewandt werden, oder ob das nur so eine Art “Türsteherpolitik” ist. – Chinese ride-hailing app DiDi launches new taxi service in Bogota (Englisch, Xinhua, “Chinesische App DiDi startet neuen “Taxi”dienst in Bogota”, 23. Oktober)

Taxibetreiber spielen “Opfer-Karte”, sagt City of Cape Town, während die Proteste enden

2019-10-03 Kapstadt, Südafrika: Eigentlich sind wir es leid, über das offenbare Chaos, welches in Südafrika um das Taxigewerbe herrscht, zu berichten. Ständig Schießereien um “Taxi-Ranks” (Taxistände) und Routen sowie einige andere schädliche Begleiterscheinungen. “News24” schildert in dieser Nachricht ausführlich, welches Drama im Kampf des Staates mit den Irregularitäten seitens des Taxigewerbes und dessen Widerstand dagegen besteht. Was uns aber aufhorchen ließ, zitieren wir direkt mal: “Qotyiwa fügte hinzu, dass der Verband in einem umfangreichen Programm vereinbart habe, dass die Stadt die Strecken von Taxibetreibern “aufgekauft” habe, um den bargeldlosen Busdienst MyCiTi mit eigenen Fahrspuren im Rahmen eines integrierten öffentlichen Verkehrsplans einzuführen. Im Rahmen dieses Dienstes werden die Busse von Fahrzeugbetreibern betrieben. Es soll auch eine Befähigungsinitiative für Taxibetreiber sein, da Taxipersonal als Aktionäre zu Busfahrern und Bahnsteigmarschalls umgeschult wurde. Die Straßenarbeiten umfassten Wander- und Radwege. Qotyiwa sagte jedoch, dass sich die Zeiten seit der Vereinbarung dieses Abkommens in den Jahren 2011/2012 geändert hätten und das Gebiet selbst so weit gewachsen sei, dass die Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln schnell gewachsen sei”. Wie kann das sein? Der Staat überträgt privatisierte Besitztumsrechte an “Aktionäre”, die selber Taxifahrer sind und solche Rechte innehaben, um digital die Kontrolle über diesen Verkehr zu erlangen? Das haben wir so noch nicht gehört.(englisch, news24, “Taxi operators playing ‘victim card’, says City of Cape Town as protests end”)

 

“Wie die Deutsche Presseagentur für Wirecard wirbt und das Bargeld bekämpft”

2019-08-22 Frankfurt/M.: Ein wirklich kompetenter Experte in Sachen Geldpolitik keilt gegen die DPA aus, die nur dann gut zu gebrauchen ist, wenn man sie für seine eigenen Interessen kaufen kann – Wie die Deutsche Presseagentur für Wirecard wirbt und das Bargeld bekämpft (deutsch, Norbert Häring, “How the German Press Agency advertises Wirecard and fights cash”)

“Mastercard-Leak: Zweite Datei mit vollständigen Kartennummern aufgetaucht”

2019-08-22 New York, Betriebssitz von “Mastercard”: Daß wir keine besonderen Freunde des bargeldlosen Bezahlens aus vielerlei Hinsicht sind und schon gar nicht die lobbyierte Eigenmächtikeit des Berliner Senates billigen, Taxibetriebe auf deren Kosten generell dazu zu verdonnern, das auch noch generell akzeptieren zu müssen, haben wir ja schon des Öfteren klargestellt. Es gibt Neuigkeiten zum Hack der Kreditkarten von Mastercard. “Die neu aufgetauchte Textdatei besteht hingegen aus rund 84.000 vollständigen Kartennummern – allerdings ohne zusätzliche Informationen wie Karteninhaber, Ablaufdatum oder CVC, die einen unmittelbaren Missbrauch ermöglichen könnten. Dass solche Details nicht enthalten sind, muss allerdings nicht zwangsläufig bedeuten, dass sie demjenigen, der die Datei in Umlauf gebracht hat, nicht vorliegen.” – Mastercard-Leak: Zweite Datei mit vollständigen Kartennummern aufgetaucht (deutsch, heise online, “Mastercard-Leak: Second file with complete card numbers appeared”)

“Der gefährliche Pattsituation zwischen Uber und Buenos Aires”

2019-05-22 Buenos Aires: Während überall herumgetönt wird, wie “cool” und systemkonform bargeldlose Bezahlung ist, nutzen Uber und dessen Kollaborateure auf der Straße die Barzahlung, um das ruinöse Geschäft zuungunsten des Argentinischen Staates und des Taxigewerbes weiterzubetreiben. Sie nutzen die Infrastruktur und zahlen trotzdem keine Steuern. Es ergibt sich ein komplett gegensätzliches Bild, als wir es hierzulande gewöhnt sind: “Angetrieben durch den Stress der steigenden Inflation, der steigenden Strom-, Wasser- und Heizkosten sowie einer Gleitwährung, haben einige Leute, angeblich Taxifahrer, einzelne Uber-Fahrer für die Unterschreitung von Taxitarifen bestraft. Letztes Jahr berichtete Uber über 750 Angriffe von Uber-Jägern, darunter Autofeuer in einigen Stadtteilen von Buenos Aires. Also “Feuer für die Steuer?” – The Dangerous Standoff Between Uber and Buenos Aires (englisch, CityLab, “Der gefährliche Pattsituation zwischen Uber und Buenos Aires”)

“New Yorker sind wütend über hinterhältige Kreditkartenzuschläge”

2019-04-29 Die New York Post ist außer sich vor Wut: Ein langwieriger Gerichtsstreit, der im Januar endete, gibt New Yorker Händlern das Recht, zusätzliche Gebühren für Käufe mit Kreditkarten zu erheben, solange die Preise klar sind. 4% . Nein, wie gemein! Diesen Happen für die Kreditkartenfirmen einfach den Kunden aufzubrummen! Und dann noch für’s Sparen werben, wenn cash gezahlt wird! Sehr amüsant – New Yorkers are furious over sneaky credit card surcharges (englisch, New York Post, “New Yorker sind wütend über hinterhältige Kreditkartenzuschläge”)