England

Uber wartet in London auf den Tag der Abrechnung, während seine Konkurrenten lauern

2020-08-15 London: Unsere wackeren Kollegen von der spanischen Taxipresse sind meistens sehr gut informiert und nehmen sympathischerweise auch kaum ein Blatt vor den Mund. So liefern sie eine Situationsbeschreibung der die Black-Cabs verdrängenden Umstände unter dem unsäglichen Bürgermeister Sadiq Khan und liefern gleich noch die Aussichten mit, denen wir uns werden stellen müssen, wenn die deutschen Politster mit ihrem Verrat am BRD-Staatsziel “Soziale Marktwirtschaft” u.v.a. im Bereich Personenbeförderung (PBefG) bzw. dessen Verkrüppelung zugunsten der Geldbesitzer (Konzerne) durchkommen.

Labour-geführter Stadtrat von Birmingham verlängerte Lizenz für Uber

2020-02-19 Birmingham, England: Ist uns unter anderem vorletzte Woche durch die Lappen gegangen. Nach der vorhergegangenen, hoffnungsfrohen Ankündigung, die Lizenz für Ubers zweitwichtigsten Markt in England solange nicht zu verlängern, bis die Londoner TfL darüber entschieden hat, ob Uber denn nun “fit und proper” sei, ist der von Labour geführte Stadtrat von Birmingham bereits am 9. Februar umgekippt und hat die Lizenz für zunächst zwölf Monate verlängert. Weiter freie Fahrt für Dilettanten. – Uber Birmingham: Taxi app firm has licence renewed (englisch, BBC, “Uber Birmingham: Taxi-App-Firma bekommt Lizenz erneuert”, 10. Februar)

Transport for London (TfL) veröffentlicht 62-seitigen Brief an Uber mit Begründung zur Lizenzvergabeablehnung

2020-01-24 London, England: In einer Transparenzoffensive veröffentlichte gestern am frühen Abend die Londoner Verkehrs-Dachorganisation TfL den Brief vom 25. November ’19, in dem sie der “Uber London Limited (ULL) detailliert darlegten, warum genau die Ubertanic nicht mehr infrage kommt, eine Lizenz für die Personenbeförderung in der britischen Hauptstadt erhalten zu können. Natürlich ist der Text zu lang, um hier stante pede alle Knaller abbrennen zu können. Wir reißen kurz Punkte an, die der Schwarmintelligenz des Netzes entspringen:

• Darin werden einige alarmierende Behauptungen aufgestellt, unter anderem, dass die Fahrer von Uber Opfer eines Phishing-Betrugs waren, bei dem ihre Fahrgäste für Fahrten, die sie nicht unternommen haben, zur Kasse gebeten wurden.

• Zwischen dem 1.12.18. und dem 31.5.2019 gingen bei Uber London Limited 597.881 Beschwerden ein.
Davon betrafen 27.799 die Sicherheit der Passagiere. Im Oktober gab Uber an, 15.937 Beschwerden untersucht zu haben, von denen 1.521 als “schwerwiegend” eingestuft wurden.

• Einige Kunden von Uber haben sich darüber beschwert, dass ihre Fahrten annulliert wurden.
TfL gibt in ihrem Brief an, dass ein Grund dafür sein könnte, dass einige Uber-Fahrer “einen nicht autorisierten Software-Patch” hatten, der es den Fahrern ermöglichte, ihre Ziele zu sehen, bevor sie ihren Fahrgast abholen.

• In einem anderen Absatz sagt TfL, dass es sechs Fahrern, die von Uber entlassen worden waren, gelungen sei, wieder auf die App zuzugreifen und Fahrten zu unternehmen, indem sie “doppelte Konten unter verschiedenen Namen” erstellt hätten.
Im selben Abschnitt sagt TfL auch, dass ein YouTube-Video den Fahrern zeigte, wie sie ihren Standort auf einem Flughafen “vortäuschen” können.

Das PDF sollte lokal gespeichert werden, damit es nicht einfach wieder aus dem Netz verschwinden kann, wenn sich juristisch Überraschendes ergeben sollte. Allerdings ist längst klar, daß das Netz ab dem Zeitpunkt einer Veröffentlichung schon nicht mehr vergißt. – TfL decision letter to ULL 25. November 2019 (englisch, Transport for London, TfL-Entscheidungsschreiben an ULL 25. November 2019)

Lizenzverlängerung für Uber? Auch Birmingham sagt: Nope!

2020-01-19 Birmingham, England: Ende des Monats läuft die Lizenz für Uber auch hier aus. Uber hat eine Verlängerung um fünf Jahre beantragt. Der von Labour geführte Stadtrat wird seine Entscheidung jedoch verzögern, bis das Ergebnis von Ubers Berufung gegen eine Verbotsverfügung von Transport for London (TfL) bekannt ist, wie ranghohe Quellen berichten. Uber darf auch in Birmingham weiterarbeiten, bis die Berufung verhandelt wird. Der Schritt ist ein Schlag für Uber, da es die Behörden davon überzeugen will, dass es sich mit Beschwerden über die Sicherheit der Fahrgäste und die Behandlung der Fahrer befasst. Birmingham ist einer der größten Märkte für das Unternehmen aus dem Silicon Valley außerhalb Londons und ein Scheitern des Vertragsabschlusses würde ein Signal an andere Städte senden. Die Lizenz von Uber in Manchester läuft nächstes Jahr aus. – Birmingham could ban Uber if London licence renewal row is not resolved (englisch, Business Matters, “Birmingham könnte Uber verbieten, wenn das Verfahren zur Lizenzverlängerung in London nicht beigelegt wird”)

Urteil gefällt: Alkoholisierter Unfallgegner verantwortlich für Grimer Cadets Tod

2020-01-11 Stoke-on-Trend, England: Vier Jahre und acht Monate fährt der 23-jährige Fahrer des Vauxhall Combo nach einem Urteil des Stoke-on-Trent Crown Court (Kriminalgericht) vom vergangenen Donnerstag ein, nachdem klar wurde, daß er nicht nur das maximal zulässige Alkohol-Limit vor seiner Fahrt überschritten-, sondern auch noch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um das Doppelte überschritten hatte und auf der falschen Fahrbahnseite frontal in das Cadet befördernde Fahrzeug gekracht war. Die Frage, ob Cadet nun in einem echten Taxi oder nur einem “Uber” saß, was wir weiterhin unterstellen, tritt vor der Monströsität des Fehlverhaltens des 23-Jährigen Unfallverursachers in den Hintergrund. Wer Alkohol trinkt, muß auch das Geld bereithalten können, um sich ein Taxi zu nehmen! Das ist doch nun wirklich nichts Neues. – Speeding drink-driver who killed rapper Cadet after smashing into a taxi on North Staffordshire road jailed for four years (englisch, Stoke Sentinel, “Schnellfahrender Trunkenheitsfahrer, der den Rapper Cadet tötete, nachdem er auf der North Staffordshire Road in ein Taxi gerast war, für vier Jahre ins Gefängnis”, 9. Januar)

 

Taxi-App Ola startet in London und bittet die Uber-Fahrer, umzusteigen

2019-11-27 London: Wie die niederländische Onlinezeitung “NU” aus Den Haag berichtet, kündigte der indische Ride-Hailing Anbieter (das Wort “Taxianbieter” lassen wir der Zeitung nicht durchgehen) “Ola” am Dienstag an, nächsten Monat mit dem Angebot von Dienstleistungen in London zu beginnen. Das Unternehmen hat dafür eine Lizenz der britischen Verkehrsbehörde erhalten. Ola denke jetzt, dass es ihm möglich ist, die von Uber hinterlassene Lücke auszufüllen und bittet die Fahrer der Firma, den Wechsel zur indischen Taxifirma vorzunehmen, damit sie dort arbeiten können. “Wir laden die Zehntausenden von privaten Autofahrern in London ein, sich bei Ola zu registrieren. Wir haben in den letzten Monaten konstruktive Gespräche mit den Behörden und Fahrern geführt”, schreibt das Unternehmen. Ola und Uber sind nicht die einzigen Ride-Hailing Unternehmen, die Londoner transportieren. Auch Apps wie Bolt, Kapten und Wheely sind auf dem Markt vertreten. – Taxi-app Ola begint in Londen en vraagt Uber-chauffeurs over te stappen (holländisch, NU, “Taxi-App Ola startet in London und bittet die Uber-Fahrer, umzusteigen”)

Lizenz für Uber in London nicht verlängert – Black Cabs-Organisationen trotzdem “not amused”

2019-11-25 London: Transport for London (TfL) hat heute bekannt gegeben, daß die Lizenz für Uber nicht verlängert wird. Wie aus der vorliegenden Presseerklärung hervorgeht, hat Uber nun 21 Tage Zeit, dagegen Berufung einzulegen:

“Durch die Gesetzgebung verfügt Uber nun über 21 Tage für die Berufung, in denen es bis zur Berufung und während des gesamten möglichen Berufungsverfahrens weiterarbeiten kann”.

Die Organisationen der Black Cabs fragen zu Recht, wieso Uber nach z.B. 14.000 Verstößen gegen die Bestimmungen, als Fahrgäste widerrechtlich und dadurch unversichert befördert wurden, nicht sofort verboten wurde. Außerdem schreiben sie:

“TfL hätte nicht warten sollen, bis die Lizenzverlängerung abgelaufen ist, sie hätten Ubers Lizenz entziehen sollen, nachdem die 13.000 gefälschten DBS (Disclosure and Barring Service) und Arztzeugnisse entlarvt wurden, nachdem festgestellt wurde, dass sie keine Beschwerden über sexuelle Übergriffe meldeten, nachdem festgestellt wurde, dass sie die Fahrer gefälschte Dokumente und Versicherungsunterlagen hochladen ließen, nach den gefälschten topografischen Testergebnissen, nach den beiden Gerichtsverfahren”.

Ein einfacher Black Cab Fahrer hätte jedenfalls keine weitere Chance, nach solchen Verstößen seine Lizenz wiederzubekommen. London Taxi Radio fasst es zusammen:

Wird Uber nächste Woche in London endlich abgeschaltet?

2019-11-22 London: 45.000 Taxifälscher allein von der Ubertanic an der Backe, eine dicke Steuerschuld, ein noch dickeres Sicherheitsproblem und nur noch drei Tage Zeit. Am 25. November endet die Gültigkeit der TfL-Lizenz. Während “Reuters” verlautbart, “Uber” befinde sich bezgl. einer Verlängerung noch “im Dunkeln”, spekuliert “Wired” darüber, ob nicht näher bezeichneten Quellen zufolge TfL (Transport for London) Uber dazu zwingen wollte, biometrische Daten – also Fingerabdrücke oder Gesichter von Fahrern zu scannen –  um die Sicherheit der Fahrgäste zu verbessern. Ein Dokument, das vom Chef und derzeitigen Bürgermeister des Londoner Büros, Sadiq Khan,  geteilt würde, beschriebe eine Reihe von Anforderungen, die Uber in Kürze auferlegt werden könnten, vor allem um zu bestätigen, dass ein Fahrer, der die App nutzt, eine von TfL registrierte und lizenzierte Person ist. Die Details dieser Spekulation kann sich jeder selbst übersetzen. Wir ersparen es uns hier. Es gibt nämlich längst schon ein bewährtes und überaus vertrauenswürdiges System, welches ohne diesen Überwachungskapitalismus-Müll  in der größten Stadt auf dem Kontinent auskommt: Und das heißt Black Cabs! – Uber could be forced to collect driver biometrics in London (englisch, Wired, “Uber könnte gezwungen werden, Fahrerbiometrie in London zu sammeln”)

Brexit Beats from Overdue by Plastician (2018)

2019-10-13 “Plastician” hat sogar noch Glück gehabt. Er ist lebend und unverletzt aus einem Seelenverkäufer wieder ausgestiegen. Der Grimer “Cadet” hatte dieses Glück nicht. Seine Karriere endete wegen “Uber“. Welche Musikwelten “Plastician” so erschafft, stellen wir an diesem Sonntag mal vor.

“Autsch”

2019-10-12  Der Abspann naht. U.K.: Die Zeichen stehen auf Steuernachzahlung, voraussichtlich über eine Milliarde Pfund. “Uber denkt in Verhandlungen mit dem HMRC (britische Finanzbehörde) zu stehen, aber das HMRC verhandelt nicht.”  Es geht nicht nur um Steuernachzahlungen, sondern auch um künftige Steuerforderungen von 20 % Prozent auf die Bruttoumsätze. “Uber to Owe UK >£1 Billion in VAT if It Loses Appeal on Suit on Driver Status. Also Loses Liability Insurer” (englisch, naked capitalism, “Uber schuldet Großbritannien mehr als 1 Milliarde Pfund an Mehrwertsteuer, wenn es die Berufungsklage in Bezug auf den Fahrerstatus verliert. Auch verlieren sie den Haftpflichtversicherer.”)
In den USA kündigt die James River Group alle bestehenden Haftpflichtverträge mit Uber zum 29.2.2020. “Aktie büßt kompletten Jahresgewinn ein: Uber zwingt diesen Versicherer in die Knie” (deutsch, finanzen.net, “Stock loses complete annual profit: Uber forces this insurer to its knees”)

Energieriese Shell macht mit seiner Taxi-App eine Kehrtwende, obwohl er Millionen investiert hat

2019-10-06 London: Ausgezockt, aber Datensammelei geht weiter. Der Energiemulti “Royal Dutch Shell” hat seine “FarePilot”-App im vergangenen Jahr auf den Markt gebracht und gemeinsam mit dem Venture-Arm der Boston Consulting Group 8,8 Millionen Dollar (7,1 Millionen £) investiert. Shell hat sich jedoch entschieden, das Projekt herunterzufahren, nachdem FarePilot nicht genügend Einnahmen generiert hat, um es wirtschaftlich rentabel zu machen. “Boston Consulting”, das eine Minderheitsbeteiligung hielt, ist nicht mehr an FarePilot beteiligt und 19 Mitarbeiter wurden entlassen. Neue Meldungen zu FarePilot besagten: “Die Aktionäre haben beschlossen, den Betrieb des Unternehmens einzustellen”. Fast 200.000 Fahrer haben die App heruntergeladen und FarePilot wird weiterhin neue Benutzer registrieren, aber das Konzept wird nicht zu einem kommerziellen Unternehmen weiterentwickelt. – Energy giant Shell makes a U-turn on its taxi app despite investing millions (englisch, DailyMail, “Energieriese Shell macht mit seiner Taxi-Applikation eine Kehrtwende, obwohl er Millionen investiert hat”)

Polizei gerufen, nachdem das Taxi beschädigt wurde – Verdächtiger ist eine Gans

2019-10-01 Nottingham, England: Herbstauftakt. “Es war zu Beginn der jährlichen Gänsemesse in Nottinghamshire. Die Polizei wurde gerufen, nachdem ein Taxi in Nottingham schwer beschädigt wurde – nur um eine Gans zu finden, die der Täter war. Die Beamten wurden zu Berichten über ein schwer beschädigtes Taxi in der Radford Road geschickt. Bei ihrer Ankunft fanden sie heraus, dass das Taxifenster zerschlagen war und das Innere des Fahrzeugs mit Glasscherben gefüllt war – und eine große Kanadagans, berichtet Hull Live. Der Vorfall ereignete sich am Montag um die Mittagszeit – zwei Tage vor Beginn der jährlichen Gänsemesse in Nottinghamshire. Die Radford Road Police hat getwittert: “Als ein Kollege fragte, ob ein Anruf über Funk über eine Gans empfangen wurde, die in ein Taxi flog, mussten wir es sehen, um es zu glauben”. “Gans wurde zu den Tierärzten gebracht und leider musste das Taxi den Schaden reparieren. Wir denken, dass er vielleicht versucht, seinen Weg zu #goosefair zu finden. (englisch, CornwallLive, “Police called after taxi is vandalised – suspect is a goose”)

Uber zweimonatige Verlängerung der Londoner Lizenz gewährt. Aussagen von TfL, LCDC, UTAG und Sadiq Khan

2019-09-25 London: Natürlich sind die Londoner Black Cabs stocksauer, daß der Ubertanic noch zwei weitere Monate eine Lizenz durch die TfL und Londons Bürgermeister Sadiq Khan gewährt wurde. Was besonders sauer aufstößt, ist, daß die Behörde in London, ähnlich der aus Berlin, mit Doppelstandards arbeitet. Jim Thomas, der wohl für den LCDC (London Cab Drivers Club) die Entscheidung auf “Taxi Leaks” kommentiert, bemängelt, daß Uber 17 Monate Zeit gehabt hätte, der TfL die angeforderten Informationen vollständig zukommen zu lassen und dies nicht getan hätte. Eine “normale” Private Hire Firma (Taxibetrieb) hingegen hätte lediglich 28 Tage dazu Zeit und müsse bei Nichteinhaltung bereits ihre Lizenz zurückgeben. Ganz zu Recht fragt er sich, womit ausgerechnet die Ubertanic eine solche “Barmherzigkeit” verdient hätte. Es gilt heute umso mehr der Spruch von George Orwell, daß “einige Tiere eben gleicher sind als andere” vor dem Gesetz. Das ist in Berlin nicht anders und niemand braucht sich zu wundern, wenn das Vertrauen in Politische Klasse und Behörden ins Abgrundtiefe sinkt. So, wie die Uber-Aktie nach dem 6. November, wenn dann auch die Lizenz für die abgesoffene Ubertanic endgültig ausläuft. (englisch, Taxi Leaks, “Uber Granted Two-Month Extension To London Licence. Statements From TfL, LCDC, UTAG And Sadiq Khan”, 24. September)

Taxi leaks update über die geklonten Prius PHVs (Plug-in Hybride) – TfL-Erklärung zu den sozialen Medien

2019-09-23 London: Während Uber in London versucht, seinen Ruf als zuverlässiger Personenbeförderer zu retten, was natürlich nicht möglich ist, da seine Vertragspartner in ihrem Verhalten nicht im entferntesten solchen Anforderungen entsprechen, blubbert aus diesem Sumpf ein weiterer, erstklassiger Skandal hervor. Wie Londons Black Cabs, die ganz zu Recht als die besten Europas gelten, mehrfach beobachtet haben, klonen Ubers Vertragsnehmer ein Nummernschild für zwei oder gar fünf gleiche Fahrzeuge einer Flotte. Daß dies in dieser Stadt mit Millionen von Überwachungskameras den zuständigen Behörden nicht aufgefallen sein soll, ist einfach unglaubwürdig. In einem ziemlich wütenden Post fordern die Black Cabs die Stadt auf, endlich ihre Ressourcen zur Überwachung zu mobilisieren und zeigen alle “Hebel” auf, die dafür geschaffen wurden. Klar darf die Lizenz für Uber auf keinen Fall verlängert werden. Wir zitieren:

Taxi Leaks Update über die geklonten Prius PHVs. (Plug-in Hybride) TfL-Erklärung zu den sozialen Medien
TfL (Transport for London) haben ihr selbst auferlegtes Schweigen gebrochen, um Fahrern in den sozialen Medien zu antworten, die erfahren wollen, was mit Berichten über geklonte, TfL registrierte PHV Prius passiert ist, die von der Öffentlichkeit aufgegriffen wurden.
Sie sagen, dass sie ein mögliches geklontes Fahrzeug identifiziert haben……ja, sie haben das tatsächlich gesagt und das, obwohl sie im Besitz von zwei identischen Fahrzeugen mit den gleichen Kennzeichen sind….und dass diese beiden Fahrzeuge in einem Fahrzeugprüfzentrum gekauft wurden. Sie führten aus, dass die Angelegenheit nun Gegenstand einer polizeilichen Untersuchung sei.
Aber das ist nicht das, was die Taxi- und Privatvermieter und die Öffentlichkeit hören wollen.
Wir wollen hören, dass die akkreditierten PCOs (Public Carriage Officer) von TFL – diejenigen mit der Macht des Anhaltens und Durchsuchens – zusammen mit Cab Enforcement officers – Straßensperren in ganz London errichten, um andere geklonte Fahrzeuge zu fangen.
Lustig, dass sie ein Fahrzeug identifizieren können, das in den Staugebührenbereich einfährt, ohne die Staugebühr zu bezahlen, sie können sogar Fahrzeuge identifizieren, die nicht den ULEZ-Bedingungen (Ultra Low Emission Zone) entsprechen…….aber die scheinen Schwierigkeiten zu haben, geklonte Fahrzeuge in der Gegend gleichzeitig zu identifizieren!
Wir wollen auch hören, dass eine Untersuchung der Uber-Aufzeichnungen begonnen hat, um Autos mit der gleichen Registrierung zu finden, die mit verschiedenen Fahrern verbunden sind, die gleichzeitig die Uber-App verwenden……..ist es nicht das, worum es bei der Technologie geht ? …..oder sind TfLs Interessenträger-Partner immer noch nicht vollständig und korrekt registriert?
Dies muss von der GLA (Greater London Authority) ASAP (as soon as possible) so schnell wie möglich untersucht werden, um herauszufinden, wie dies geschehen konnte.
Hat Sadiq Khan den GLA-Verkehrsausschuss angelogen, als er sagte, er habe die Zahl der Straßenkarrenoffiziere stark erhöht??
Denn das ist nicht das, was wir von den TfL-Mitarbeitern hören, die erklärt haben, dass die Zahl der PCOs (Public Carriage Officers) drastisch gesunken ist…. als Offiziere entsandt und anderen Aufgaben in Bussen und U-Bahnen zugewiesen wurden, so dass nur wenige Fußsoldaten übrig blieben, um Kontrollen von lizenzierten Taxifahrern an den Bahnhöfen durchzuführen.
Diese Situation ist skandalös und erfordert sofortige Maßnahmen sowohl von TfLTPH (TfL Taxi & private hire) als auch von der Cab Enforcement Unit.
Wir brauchen Antworten und keine Ausreden.

(englisch, Taxi Leaks, “TAXI LEAKS UPDATE ON THE CLONED PRIUS PHVs. TfL STATEMENT ON SOCIAL MEDIA, 20. September)

(Update: In der Nachricht oben behaupten wir “Millionen von Kameras” in London. Nun, ganz so schrecklich scheint es noch nicht zu sein. In diesem vergleichenden Artikel gibt es Annäherungszahlen. Da steht London immerhin auf Platz 6 einer weltweiten Liste der 20 meistüberwachtesten Städte mit seinen 627,707 Kameras.)

Uber wartet auf die Entscheidung über die Verlängerung der wichtigen Londoner Lizenz, nur fünf Tage vor Ablauf der Frist

2019-09-20 London: Uber wartet immer noch darauf, ob seine am Mittwoch auslaufende Lizenz in London erneuert wird, da die Regulierungsbehörde, die die Taxi-App zuvor ihres Rechts auf den Betrieb in der Stadt wegen Unzuverlässigkeit in puncto Unterversicherung der Fahrgäste beraubt hat, bezüglich der Entscheidung nach wie vor schmallippig ist. Es bleibt unklar, ob und für welchen Zeitraum eine weitere Lizenz von der TfL (Transport for London) erteilt wird. (englisch, Reuters, “Uber awaits renewal decision on vital London license, just five days before expiry”)

“Warum 2019 das Jahr eines weiteren Technologieblasencrashs sein könnte”

2019-08-06 London, Northampton Square: Schon ziemlich früh wurden Rufe formuliert, ob denn die zweite Tech-Blase im Begriff ist, zu platzen. Das von einer Zeitung, die ziemlich nahe der “City of London” benachbart residiert und aber akademischen Anspruch pflegt. Sie waren echt nicht “amused”. Wer mag schon “Marmelade” oder schlimmer, “Marmite”? Bei den akademischen, neoliberalen Ökonomen scheint so etwas, wie gepflegte Panik aufgekommen zu sein. Zitat: “Im Falle von Uber konnten sie trotz eines bevorstehenden Börsengangs aufgrund des zusammenbrechenden Benutzerwachstums keine kostspieligen Anreize entziehen. Auch die Skaleneffekte sind eher begrenzt, wie Uber feststellt, wenn es darum geht, die Fahreranreize zurückzuziehen, was zu Streiks geführt hat. In der Tat funktioniert das Modell nur mit Anreizen, die Investoren zur Finanzierung benötigen.” Das haben wir längst mithilfe von Hubert Horans maßgeblicher Analyse hier selbst kolportiert. Übermorgen ist ein weiterer Quartalsbericht von Uber fällig. Wir freuen uns schon auf die “Auslegung” des angerichteten Elefanten-Scherbenhaufens! – Why 2019 could be the year of another tech bubble crash (englisch, The Conversation, “Warum 2019 das Jahr eines weiteren Technologieblasencrashs sein könnte”, 11. Januar)

“Uber auf der Suche nach einer langfristigen Londoner Lizenz wird abgelehnt”

2019-08-06 London: Die Taxi-Woche KW 32 begann überhaupt mit sehr guten Nachrichten für’s Taxigewerbe. Während die Aktie von Uber sich am Montag nicht vom Schlag der letzten Woche erholen konnte, gibt es in London einen weiteren Dämpfer für diese Bot-Invasion: “Der Ride-Hailing-Riese hat nach einer fünfjährigen Lizenz für den Betrieb in der Hauptstadt nachgesucht, wird aber stattdessen wahrscheinlich eine kürzere Lizenz erhalten, die weniger als zwei Jahre laufen wird, berichtete Sky News”. Ob die überhaupt so lange noch durchhalten können, dürfte mehr als fraglich sein – Uber quest for long-term London licence faces rejection (englisch, City A.M., “Uber auf der Suche nach einer langfristigen Londoner Lizenz wird abgelehnt”)

“Leere Ubers verschärfen die Stauprobleme in Großbritannien”

2019-06-10 England: Das Märchen von der Verkehrsentlastung durch Ride-Hailing. “Die Daten zeigen, dass Fahrer in Glasgow, Nottingham und London über 35% ihrer Schicht leer verbrachten und verschiedene Bereiche auf der Suche nach Arbeit umkreisten. Andere Daten zeigen, dass Uber-Fahrer 23% ihrer Arbeitszeit damit verbringen, zu einer Abholung zu fahren, wobei ein Fahrgast nur für 42% der Zeit an Bord ist und das Fahrzeug für 58% einer Fahrerschicht leer bleibt. Dem ehemaligen Uber-Fahrer James Farrar gelang es, die Daten nach einem zweijährigen Rechtsstreit per GDPR (General Data Protection Regulation der EU) von Uber zu erhalten. Er erklärte, dass die Zahlen einen schlüssigen Beweis dafür liefern, dass das Konzept der Ride-Hailing-App-Unternehmen zur Verkehrsüberlastung im Vereinigten Königreich beiträgt”. (Die Paywall des Original-Artikels in der englischen Sunday Times unter https://bit.ly/2X0zRXt war leider unumgehbar)Empty Ubers adding to UK’s congestion problems (englisch, TaxiPoint, “Leere Ubers verschärfen die Stauprobleme in Großbritannien”)

“Französische App Kapten startet in London, nimmt es mit Uber auf”

2019-05-17 London: Überall die Finger mit drin. Die französische App Kapten, früher “Chauffeur Prive” genannt, hat die Genehmigung von Transport for London (TfL) erhalten, ihre Dienste in der britischen Hauptstadt anzubieten und es mit Uber sowie den historischen schwarzen Taxis der Stadt aufzunehmen. Hauptanteilseigner ist Daimler Benz. Kapten soll ebenso Bestandteil von “Free Now” werden – French ride-hailing app Kapten to launch in London, take on Uber (englisch, Reuters, “Französische App Kapten startet in London, nimmt es mit Uber auf”)

“Klimakrise, TfL-Anzeigen, globale Erwärmung & Taxianbindung bei MQT”

2019-05-15 London: Morgen beantwortet der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan der London Assembly (Greater London Authority) Fragen zu seiner “grünen” Politik. Besonders die gebeutelten Black Cabs dürften aufhorchen – Climate crisis, TfL ads, global warming & taxi accessibility at MQT (Mayor’s Question Time) (englisch, London Assembly, “Klimakrise, TfL-Anzeigen, globale Erwärmung & Taxianbindung bei MQT”)

“Der neue Uber-Rivale Ola bietet kostenlose Taxifahrten in Birmingham an”

2019-04-30 Birmingham: Kaum haben die traditionellen Black Cabs mit Schleichaktionen gegen die Klimawucherei begonnen, spitzbübelt auch schon Indiens Ola als vermeintlicher Uber-Konkurrent in den “Markt” hinein. Mit gleichen, salbungsvollen Versprechungen wie der Schaffung von Arbeitsplätzen und z.B. die Black Cabs in ihr Angebot integrieren zu wollen. Diese jedoch werden Ola was husten! – New Uber rival Ola is offering FREE taxi rides in Birmingham (englisch, Birmingham Mail, “Der neue Uber-Rivale Ola bietet kostenlose Taxifahrten in Birmingham an”)

“Zu diesem Zeitpunkt finden die Schleich-Proteste der Taxifahrer in Birmingham statt”

2019-04-22 Birmingham: Taxifahrer wollen zwei Wochen lang Schleich-Demos durchführen. Hunderte müssten upgraden oder täglich 8£ in der “Clean Air Zone” berappen. Heute von 8h – 10h geht es los. – This is when the go-slow taxi drivers protests will take place in Birmingham (englisch, Birmingham Mail, “Zu diesem Zeitpunkt finden die Schleich-Proteste der Taxifahrer in Birmingham statt”)