Kriminalität

Mexikanische Nationalgarde will gegen Uber vorgehen, während der Drogenkrieg tobt

2019-11-01 Mexico City: “Bloomberg” macht ein Faß auf, weil jetzt an den 56 Flughäfen in Mexiko die militarisierte Polizei “Nationalgarde”, die eigentlich den Drogenkrieg staatlicherseits ausficht und zudem die Migration kontrollieren soll, auch noch dafür sorgen soll, daß die illegalen Uber-Marodeure keine Fahrgäste mehr anstelle der legalen Taxis laden. Eine Stellungnahme vom Abstiegskandidaten Uber dazu darf sich jeder selber übersetzen. Wir finden, daß die gut bewaffnete Guardia in diesem Graubereich von Illegalität und Gesetzesverachtung genau richtig eingesetzt wird. Die mexikanische Regierung sollte die Truppenstärke noch aufstocken. Der Gedanke ist doch richtig schnuckelig, wenn ein illegales G36 von Heckler&Koch aus Deutschland den Uber-Marodeur davon abhält, einen Fahrgast zu stibitzen. Was “Bloomberg” fairerweise mitlieferte, war ein link zur Seite der Mexikanischen Regierung, in der berichtet wird, worum es gesamt gesehen hauptsächlich ging. Den haben wir nachstehend flugs übersetzt. – Mexican National Guard to Crack Down on Uber as Drug War Rages (englisch, Bloomberg, “Mexikanische Nationalgarde will gegen Uber vorgehen, während der Drogenkrieg tobt”, 30. Oktober)

Das Innenministerium schlägt ein nationales Forum vor, um die Regulierung von Konzessionen und Dienstleistungen des öffentlichen Verkehrs in Anwendungen zu genehmigen

Während des vom Innenministerium über den Unterstaatssekretär der Regierung, Ricardo Peralta Saucedo, mit der Nationalen Bewegung der Taxifahrer (MNT) abgehaltenen Dialogtisches wurde vereinbart, ein nationales Forum über Mobilität abzuhalten, um ein Dokument mit Vorschlägen zur Standardisierung der Kriterien für die Regulierung von Konzessionen im öffentlichen Verkehr und Dienstleistungen in digitalen Anwendungen zu entwickeln.
In der Sitzung berichteten die Direktorin der Mobilitätsbehörde, Mariana Orozco, und der Berater Luis Felipe Paz, beide vom Sekretariat für Agrar-, Land- and Stadtentwicklung (SEDATU), dass eine Diagnose gestellt wurde, um den Taxidienst und den Vergleich mit dem Betrieb digitaler Plattformen zu analysieren und so an einem Vorschlag für den Regulierungsrahmen zu arbeiten, der den Landesregierungen vorgelegt werden soll.
In diesem Zusammenhang betonte Staatssekretär Ricardo Peralta, dass der Vorschlag von SEDATU genutzt werden sollte, um einen rechtlichen Weg einzuschlagen, der es ermöglicht, eine Gesetzesinitiative auf nationaler Ebene zu ergreifen und kurzfristige Lösungen zu vermeiden.
Der Vorschlag, ein Dokument über Mobilität zu erstellen, das auf der von SEDATU erstellten Diagnose basiert, wurde von Vertretern der Nationalen Bewegung der Taxifahrer (MNT) angenommen.
Es wurde auch vereinbart, dass das Innenministerium koordiniert, um das Sekretariat für Kommunikation und Verkehr (SCT) und die Nationalgarde (GN) oder gleichwertige Maßnahmen in föderalen Gebieten zu beantragen, um Überprüfungsoperationen auf den 56 Flughäfen des Landes und in den Gebieten der föderalen Gerichtsbarkeit durchzuführen.
Es wird auch dazu beitragen, die Staaten der Republik über ihre Regierungssekretäre zusammenzubringen, um die von SEDATU erstellte Diagnose zu analysieren und zu diskutieren.
Auf der anderen Seite wird die Regierung des Bundesstaates Mexiko die Nationale Bewegung der Taxifahrer an die Arbeitstische mit dem Staatskongress einladen, um die Rechtsreformen im Bereich der digitalen Anwendungen zu analysieren und zu diskutieren.
An der Sitzung nahmen der Leiter der Regierungseinheit, Waldo Fernandez Gonzalez, der Leiter der Einheit für die Betreuung sozialer Organisationen, Sonia Salazar Ham und der Leiter der Verbindungseinheit, Emilio Saldaña, teil.
Ebenfalls anwesend waren Vertreter des SEDATU, des SCT, des Sekretariats für Mobilität von Mexiko-Stadt und des Sekretariats für Mobilität des Staates Mexiko. – Propone Secretaría de Gobernación foro nacional para homologar la regulación del transporte público concesionado y servicios en aplicaciones (spanisch, Gobierno De México, “Das Innenministerium schlägt ein nationales Forum vor, um die Regulierung von Konzessionen und Dienstleistungen des öffentlichen Verkehrs in Anwendungen zu genehmigen”, 29. Oktober)

 

 

Mitschnitt der Anhörung: “Die Zukunft der Verkehrsnetzbetreiber untersuchen. Herausforderungen und Chancen”

2019-10-22 Washington D.C.: Der Vollständigkeit halber verweisen wir auf den Videomitschnitt der Anhörung des Kongressausschusses für Verkehr und Infrastruktur vom 16. Oktober. Er ist sehr lang, nämlich knapp 2 1/2 Std. Abgesehen davon, daß wir eine solche Transparenz überall im deutschen Politapparat vermissen, ist klar, daß das Ding sehr lang ist. Wer sich also die Zeit nehmen will, nachzuvollziehen, was da von Relevanz war, dem sei diese Quelle vorgeschlagen. (Update 23.10.: Ich habe mir jetzt die Zeit genommen, länger in die Aufzeichnung hineinzuhören. Es ist eine einzige Anklage der Mißstände, die durch Ubers und Lyfts Wirken in den Staaten angehäuft wurden. Wir wollten nach einer harten Arbeitswoche, weil die Miete wieder ansteht, die Agentur unbedingt wieder auf den neuesten Stand bringen. Die Diagnose ist eh’ klar: Ubers “Geschäftsmodell” ist für eine fortschrittlich zivilisierte Gesellschaft extrem schädlich! Dasjenige seiner miesen Klone ebenso! M.L.)

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“Die Polizei sucht nach einem Mann Anfang 30, der sich als Ruf-App-Fahrer bei angeblichem sexuellen Übergriff ausgegeben hat”

2019-04-24 Toronto: Und es ist wieder passiert! 34-Jährige steigt früh morgens in Privatwagen ein, dessen Fahrer behauptet, “ihr” Fahrer zu sein und überlebt sexuellen Überfall. Die Polizei will nicht sagen, als Fahrer welcher Firma er sich ausgab. Das riecht schon wieder nach Nachrichtenunterdrückung, wie im Fall “Cadet” in Staffordshire. Die Kommunikationsstrategie der Wagenruf-App-Firmen für mehr “awareness” ist krachend gescheitert – Police look for man in early 30s who posed as ride-hail driver in alleged sexual assault (englisch, CBC, “Die Polizei sucht nach einem Mann Anfang 30, der sich als Ruf-App-Fahrer bei angeblichem sexuellen Übergriff ausgegeben hat”)

“Sie dachten, es sei ihr “Uber”, aber der Fahrer war ein Beutegreifer”

2019-04-05 Nochmal zu dem schrecklichen Mordfall in Columbia: Die New York Times jammert und lamentiert herum. Aber daß dieses Problem erst durch “Ride-Hailing” entstanden ist und sich auf ein Minimum reduzieren ließe, wenn die Fahrgäste sich ein echtes Taxi bestellen würden, darauf kommt der Autor erst gar nicht – They Thought It Was Their Uber. But the Driver Was a Predator (englisch, New York Times, “Sie dachten, es sei ihr “Uber”, aber der Fahrer war ein Beutegreifer”)

“Mit Uber-Fahrer verwechselter Mann wird mit Entführung und Tötung von College-Studentin aus New Jersey belastet”

2019-03-31 Columbia, South Carolina. Aus der Reihe “Mit dem Taxi wäre das nicht passiert”: Studentin, 21 Jahre, verwechselt Privatfahrzeug mit bestelltem “Uber”, wird entführt und getötet – Man mistaken for Uber driver charged with kidnapping, killing college student from N.J. (englisch, nola, “Mit Uber-Fahrer verwechselter Mann wird mit Entführung und Tötung von College-Studentin aus New Jersey belastet”)

“City befasst sich mit der Verschärfung der Regeln für das Verbot von Taxis, Uber-Fahrer, die sich schwerer Verbrechen schuldig gemacht haben”

2019-03-02 Facepalm wegen Edmonton, Kanada: Kommt jetzt das “Uber-Problem” in Edmonton hinterm Mond hervor, oder ist es Edmonton, welches hinterm Mond hervorkommt? Kleiner Hinweis: Mit “Taxi” hat das erst recht nichts zu tun. – City looks at tightening rules banning taxi, Uber drivers guilty of serious crimes (englisch, CBC, “City befasst sich mit der Verschärfung der Regeln für das Verbot von Taxis, Uber-Fahrer, die sich schwerer Verbrechen schuldig gemacht haben”)