Kriminalität

Uber expandiert ins Berliner Umland

sharks2020-06-12 Falkensee/Berlin: Fototermin am Rathaus Falkensee: E-Auto, FahrerIN mit Maske, Uber-Weigler, Bürgermeister-Müller – Pilotprojekt: passt zur Stadt, sagt der Bürgermeister. Ok, diesen Fototermin schnell eingetütet und auf zum nächsten. Erledigt? Nicht erledigt: Herr “Kompetenz und Leidenschaft“-Müller (SPD) wird sich der Frage stellen müssen, was für das begüterte Falkensee “rausgesprungen” ist dafür, dass ein bald bundesweit gerichtlich untersagter Fahrdienst nun auch in Falkensee sein Unwesen treiben darf – auch wenn er möglicherweise nur der Marketingstrategie von Uber auf den Leim gegangen ist, welche sich mit dem Narrativ “Pilotprojekt” und “Einvernehmlichkeit mit dem Bürgermeister” in den Schein des “Erprobungsverkehrs” stellen will, welcher ja angeblich das Klima retten soll.
Falkensee hat nun also auch eine Taxisimulation in juristischem Treibsand. Eigenwirtschaftlichkeit? Laut Berliner Zeitung sei das “Engagement” gleicher Pilotprojekt-Art in Kirchheim bei München bis auf „homöopathische Beträge“ für Uber bislang profitabel gewesen. Sie reden es schön…. “
Uber expandiert ins Berliner Umland (deutsch, Berliner Zeitung bei Twitter, “Uber expands into the hinterland of Berlin”)

 

“Uber offenbart Verluste von 2,9 Milliarden Dollar im ersten Quartal…”

2020-05-08 New York: 2,9 Milliarden Verlust trotz 3,54 Milliarden Umsatz im ersten Quartal 2020 und Uber ist sich nicht zu schade, zu behaupten, Corona sei die Ursache. Wir stauben aus diesem Anlaß mal wieder die Pokale im Regal ab (BGH, Köln, Frankfurt, München), stellen einen neuen dazu (Landgericht Düsseldorf untersagte kürzlich die Vermittlung via Uber-X) und fordern abermals die Exekutive auf, ihre Arbeit zu erledigen und dafür zu sorgen, dass Gerichtsurteile nicht weiter zur Makulatur verkommen. “Uber reveals first-quarter losses of $2.9 billion because of the coronavirus…” (englisch, Bloomberg, “Uber offenbart Verluste von 2,9 Milliarden Dollar im ersten Quartal wegen des Coronavirus…”)

Urteil gefällt: Alkoholisierter Unfallgegner verantwortlich für Grimer Cadets Tod

2020-01-11 Stoke-on-Trend, England: Vier Jahre und acht Monate fährt der 23-jährige Fahrer des Vauxhall Combo nach einem Urteil des Stoke-on-Trent Crown Court (Kriminalgericht) vom vergangenen Donnerstag ein, nachdem klar wurde, daß er nicht nur das maximal zulässige Alkohol-Limit vor seiner Fahrt überschritten-, sondern auch noch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um das Doppelte überschritten hatte und auf der falschen Fahrbahnseite frontal in das Cadet befördernde Fahrzeug gekracht war. Die Frage, ob Cadet nun in einem echten Taxi oder nur einem “Uber” saß, was wir weiterhin unterstellen, tritt vor der Monströsität des Fehlverhaltens des 23-Jährigen Unfallverursachers in den Hintergrund. Wer Alkohol trinkt, muß auch das Geld bereithalten können, um sich ein Taxi zu nehmen! Das ist doch nun wirklich nichts Neues. – Speeding drink-driver who killed rapper Cadet after smashing into a taxi on North Staffordshire road jailed for four years (englisch, Stoke Sentinel, “Schnellfahrender Trunkenheitsfahrer, der den Rapper Cadet tötete, nachdem er auf der North Staffordshire Road in ein Taxi gerast war, für vier Jahre ins Gefängnis”, 9. Januar)

 

Taxireform in Kurdistan setzt sich mit Rauchverbot, neuen Radiogesetzen fort

2019-12-11 Erbil, Region Kurdistan: Man ahnt förmlich, wie die Bus-, und Taxifahrer vor den “schweren Strafen” zittern werden, wenn, wie es der Minister für Verkehr und Kommunikation der Region Kurdistan, Ano Abdoka, gegenüber Kurdistan 24 ausdrückte, sie dabei erwischt werden, das Radio auf Kundenwunsch nicht leisezudrehen oder Fahrgast oder Fahrer beim Rauchen in den Fahrzeugen erwischt werden.

Wirklich relevant ist aber eine in der Meldung enthaltene Information darüber, daß 

die Maßnahme einer neuen Richtlinie folgt, die es allen Taxi- und Busfahrern in der Region Kurdistan vorschreibt, sich zu registrieren und eine Sicherheitsgenehmigung einzuholen, bevor sie ihre Fahrzeuge bedienen können.
Am 1. Dezember startete die KRG (Kurdistan Regional Government) den Aufbau eines biometrischen Systems zur Erfassung genauer Daten über Lizenzantragsteller für Taxis oder Busse, zu dem auch eine kriminelle Hintergrundprüfung gehört.
Die Abteilung Informationstechnologie im Innenministerium der KRG hat das biometrische Erfassungssystem entwickelt.
Taxi- und Busfahrer müssen nun in ihren Fahrzeugen einen “Fahrerausweis” vorweisen.

Klar möchte niemand in einem Taxi oder Bus sitzen, an dessen Steuer ein ehemaliger Kopfabschneidergangster usw. sitzt. Daß aber ausgerechnet da praktisch in einem umstrittenen Hinterhof der wertewestlichen Kriegsführung eine Regionalregierung selbständig Biometrie für zivilwirtschaftliches Personal aus dem Boden stampft, ist zumindest fragwürdig. Wir fragen also: Woher kommen die Geräte und wer überwacht “begleitend” das Prozedere? Welche biometrischen Daten werden genau erfasst? Von wem kommt der Vorschlag, dem die Regionalregierung entspricht? Was bedeutet das in Zukunft für uns? – Taxi reform in Kurdistan continues with smoking ban, new radio laws (englisch, Kurdistan24, “Taxireform in Kurdistan setzt sich mit Rauchverbot, neuen Radiogesetzen fort”, 9. Dezember)

Mexikanische Nationalgarde will gegen Uber vorgehen, während der Drogenkrieg tobt

2019-11-01 Mexico City: “Bloomberg” macht ein Faß auf, weil jetzt an den 56 Flughäfen in Mexiko die militarisierte Polizei “Nationalgarde”, die eigentlich den Drogenkrieg staatlicherseits ausficht und zudem die Migration kontrollieren soll, auch noch dafür sorgen soll, daß die illegalen Uber-Marodeure keine Fahrgäste mehr anstelle der legalen Taxis laden. Eine Stellungnahme vom Abstiegskandidaten Uber dazu darf sich jeder selber übersetzen. Wir finden, daß die gut bewaffnete Guardia in diesem Graubereich von Illegalität und Gesetzesverachtung genau richtig eingesetzt wird. Die mexikanische Regierung sollte die Truppenstärke noch aufstocken. Der Gedanke ist doch richtig schnuckelig, wenn ein illegales G36 von Heckler&Koch aus Deutschland den Uber-Marodeur davon abhält, einen Fahrgast zu stibitzen. Was “Bloomberg” fairerweise mitlieferte, war ein link zur Seite der Mexikanischen Regierung, in der berichtet wird, worum es gesamt gesehen hauptsächlich ging. Den haben wir nachstehend flugs übersetzt. – Mexican National Guard to Crack Down on Uber as Drug War Rages (englisch, Bloomberg, “Mexikanische Nationalgarde will gegen Uber vorgehen, während der Drogenkrieg tobt”, 30. Oktober)

Mitschnitt der Anhörung: “Die Zukunft der Verkehrsnetzbetreiber untersuchen. Herausforderungen und Chancen”

2019-10-22 Washington D.C.: Der Vollständigkeit halber verweisen wir auf den Videomitschnitt der Anhörung des Kongressausschusses für Verkehr und Infrastruktur vom 16. Oktober. Er ist sehr lang, nämlich knapp 2 1/2 Std. Abgesehen davon, daß wir eine solche Transparenz überall im deutschen Politapparat vermissen, ist klar, daß das Ding sehr lang ist. Wer sich also die Zeit nehmen will, nachzuvollziehen, was da von Relevanz war, dem sei diese Quelle vorgeschlagen. (Update 23.10.: Ich habe mir jetzt die Zeit genommen, länger in die Aufzeichnung hineinzuhören. Es ist eine einzige Anklage der Mißstände, die durch Ubers und Lyfts Wirken in den Staaten angehäuft wurden. Wir wollten nach einer harten Arbeitswoche, weil die Miete wieder ansteht, die Agentur unbedingt wieder auf den neuesten Stand bringen. Die Diagnose ist eh’ klar: Ubers “Geschäftsmodell” ist für eine fortschrittlich zivilisierte Gesellschaft extrem schädlich! Dasjenige seiner miesen Klone ebenso! M.L.)

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“Die Polizei sucht nach einem Mann Anfang 30, der sich als Ruf-App-Fahrer bei angeblichem sexuellen Übergriff ausgegeben hat”

2019-04-24 Toronto: Und es ist wieder passiert! 34-Jährige steigt früh morgens in Privatwagen ein, dessen Fahrer behauptet, “ihr” Fahrer zu sein und überlebt sexuellen Überfall. Die Polizei will nicht sagen, als Fahrer welcher Firma er sich ausgab. Das riecht schon wieder nach Nachrichtenunterdrückung, wie im Fall “Cadet” in Staffordshire. Die Kommunikationsstrategie der Wagenruf-App-Firmen für mehr “awareness” ist krachend gescheitert – Police look for man in early 30s who posed as ride-hail driver in alleged sexual assault (englisch, CBC, “Die Polizei sucht nach einem Mann Anfang 30, der sich als Ruf-App-Fahrer bei angeblichem sexuellen Übergriff ausgegeben hat”)

“Sie dachten, es sei ihr “Uber”, aber der Fahrer war ein Beutegreifer”

2019-04-05 Nochmal zu dem schrecklichen Mordfall in Columbia: Die New York Times jammert und lamentiert herum. Aber daß dieses Problem erst durch “Ride-Hailing” entstanden ist und sich auf ein Minimum reduzieren ließe, wenn die Fahrgäste sich ein echtes Taxi bestellen würden, darauf kommt der Autor erst gar nicht – They Thought It Was Their Uber. But the Driver Was a Predator (englisch, New York Times, “Sie dachten, es sei ihr “Uber”, aber der Fahrer war ein Beutegreifer”)

“Mit Uber-Fahrer verwechselter Mann wird mit Entführung und Tötung von College-Studentin aus New Jersey belastet”

2019-03-31 Columbia, South Carolina. Aus der Reihe “Mit dem Taxi wäre das nicht passiert”: Studentin, 21 Jahre, verwechselt Privatfahrzeug mit bestelltem “Uber”, wird entführt und getötet – Man mistaken for Uber driver charged with kidnapping, killing college student from N.J. alternativer Link zu nj.com (englisch, nola, “Mit Uber-Fahrer verwechselter Mann wird mit Entführung und Tötung von College-Studentin aus New Jersey belastet”)

https://www.nj.com/mets/2019/03/man-charged-in-death-of-univ-of-south-carolina-student-from-nj.html

“City befasst sich mit der Verschärfung der Regeln für das Verbot von Taxis, Uber-Fahrer, die sich schwerer Verbrechen schuldig gemacht haben”

2019-03-02 Facepalm wegen Edmonton, Kanada: Kommt jetzt das “Uber-Problem” in Edmonton hinterm Mond hervor, oder ist es Edmonton, welches hinterm Mond hervorkommt? Kleiner Hinweis: Mit “Taxi” hat das erst recht nichts zu tun. – City looks at tightening rules banning taxi, Uber drivers guilty of serious crimes (englisch, CBC, “City befasst sich mit der Verschärfung der Regeln für das Verbot von Taxis, Uber-Fahrer, die sich schwerer Verbrechen schuldig gemacht haben”)