Staugebühren

Ein radikal kapitalistischer Vorschlag zur Stauvermeidung in Manhattan

traffic2021-01-22 New York: So wie es aussieht, ist der neue Stern am Firmament der Staubekämpfung ein gewisser Herr Charles Komanoff. Bei seinen Überlegungen und Vorschlägen hat dieser auch keinerlei zynische Ausreden nötig, wie z.B. ein Herr Michael Donth von der Christenpartei in D, wenn er als angeblicher “Verkehrsexperte” – was er wohl eher nicht ist, da er eigentlich als ein gut ausgebildeter Verwaltungsexperte seine Zeit im Emporion der Politik fristet – einem etwas zu liebedienerischen Taxiunternehmer seine verzwergte Erklärung staatlicher Daseinsvorsorge als den lediglichen Unterschied bei der Mehrwertbesteuerung zwischen Taxen und Mietwagen verplättet. Klar schweigt er sich darüber aus, daß als politisches Ziel dieser und Vorgängerregierungen die Abschaffung des Mittelstandes und die Übernahme dessen Kerngeschäftsbereiches durch Konzerne angestrebt wird. Denn nur dafür gibt’s Karriereboni im “Apparat”. Auch der Ex-BZP, jetzt BVTM, ist vorletztes Jahr bei seinen Bemühungen, gemäß seines tradierten Politikverständnisses beim ultra-beratungsresistenten Christen-Verkehrsminister, der im Februar 2019 im Invalidenpark vor dem angetretenen Taxigewerbe eine Séance für die durch die politische Klasse längst strangulierten “Sozialen Marktwirtschaft” abhielt, ob seiner offenbaren Durchsetzungsunfähigkeit bis zum heutigen Tage in eine Art Schockstarre verfallen. Eine Liaison mit Grünlackierten wird unsererseits nicht gebilligt, denn sie trägt weder irgendein Anzeichen von Klassenkampf von “unten”, noch ist sie ehrlich mit den Verheißungen der E-Mobilität bzw. mit deren ungeheurem Mehrbedarf an elektrischer Energie. Von keiner Seite wurden in diesem Konflikt bis jetzt beflügelnde Plädoyers gehalten, warum und wieso die Aufrechterhaltung einer staatlichen Daseinsvorsorge untrennbar zum Selbstverständnis des BRD-Staates gehört und auch nicht seit der Assimilation der DDR gänzlich obsolet geworden sein sollte.
Für all diese tragischen Lotsen, die unweigerlich humanistische Werte in die Klippen – und damit die Arbeiter in schlimmere Armut – manœuvrieren, kommt jetzt ein radikal kapitalistischer Vorschlag, der auch Vorzüge für all die Kommunen böte, denen man es mit der Verkrüppelung des PBefG überlassen möchte, die dräuende Mietwagenflut zu bändigen. Die Losung lautet in etwa so: Im “Business District” werden alle Fahrten überwacht. Yellow Cabs und Mietpiraten bezahlen bereits eine Staugebühr, die sie auf die Fahrgäste umlegen. Der Clou ist, daß, während Yellow Cabs durch den Erwerb eines “Medaillons” bereits “genug” an die Stadt abgeführt hätten und somit von solchen Zahlungen auszunehmen wären, sämtliche zu benennende Mietpiraten für entstehende Leerzeiten (Deadheading), also leer Herumstehen oder leer Herumfahren, eine Gebühr von 11 Cent pro Minute bezahlen müssen. Das hat genau gar nichts mehr mit staatlicher Daseinsvorsorge zu tun, ist aber ein interessantes Mittel, um Konzerne mit Billigflotten zu Tode zu regulieren! Kann man drüber nachdenken. Denken wir auch darüber nach, was “mit der vorhandenen Technologie leichter zu überwachen” bedeutet.

Taxikommission setzt die Uber-und-Lyft-Regeln nach Crain’s Recherche durch

2020-08-19 New York: Crain’s New York akklamiert für sich, durch Recherche und deren Veröffentlichung der TLC Dampf gemacht zu haben. Ist O.K. so. Wann schließlich versuchte die deutsche Käseglockenpresse zuletzt mal, direkt die Ausrichtung der deutschen politischen Klasse oder Behörden durch intensive Recherche aufzuscheuchen? Nä, sie ist regierungshandzahm und versucht stattdessen lieber, die Leser zu beeinflussen und zu “erziehen”. Sechs, weiter rumsitzen! Obwohl New York es immer noch nicht geschafft hat, die beschlossene Staugebühr inkraft zu setzen, wird die Luft endlich für die verlogenen Ride-Hailer dünner! Auf die ersten Datensätze sind auch wir śehr gespannt. Weil ihre allgemeine Schädlichkeit jedem ins Gesicht springt, ist klar, daß ihr Stern jetzt niedergeht. Was überhaupt ist mit unserer seltsamen Verkehrssenatorin los? Merkt die eigentlich noch was? Frau Günther: Jagen sie endlich die illegalen Clowns von der Straße! Das ist hilfreicher, als mit Nadelstichen durch Verkehrsbarrikaden zum Schein Politik zu betreiben.

Nicht lustig: Überall nur noch Clowns

music2020-08-11 Berlin/New York: Fassen wir mal zusammen: Obwohl längst allgemein bekannt sein müsste, daß der Cold & Fastfood-Lieferdienst „Uber“ mit seinem Fast-wie-Taxi-Programm niemals wird profitabel werden können, geben sich die sogenannten „Analysten“ mal wieder überrascht ob des neuerlichen Verbrennens von 1,8 Mrd. US-Dollar im zweiten Quartal. Hatte „Uber“ denn nicht bereits im 1. Quartal 2,9 Mrd. Dollar verbrannt? Alles wie gehabt.

“Uber erhöht um ein Pfund für Fahrten in Londons City-Mautzone”

2019-04-05 London: Fahrpreise bei Uber steigen. “Private Verleihfirmen waren von der Gebühr befreit worden, aber die Regulierungsbehörde Transport for London (TfL) versucht, die Anzahl der Fahrzeuge auf den Straßen der britischen Hauptstadt zu reduzieren, die zum Teil durch aufkeimende Taxi-Apps stark gestiegen ist. ” – Uber adds one pound on journeys in London’s congestion charge zone (englisch, Reuters, “Uber erhöht um ein Pfund für Fahrten in Londons City-Mautzone”)

Telefoninterview mit Bruce Schaller

2019-04-05 New York: Interessantes Telefoninterview mit Bruce Schaller zu den komplizierten Détails der Staugebühr. Statt der 96th als Begrenzung ist jetzt auch die 60th Street im Gespräch. Wir lernen, daß die Stadt New York sich die Flaschenhalssituation für den Verkehr teilweise erst selbst geschaffen hat. Die Packung oben drauf sind aber unbestritten die Mietwagen. Berlin erscheint mit seinen städtebaulichen Maßnahmen zur Straßenverengung ebenfalls auf dem Weg zu sein, irgendwann eine Staugebühr für bestimmte Zonen wie Mitte z.B. einzuführen…(englisch, Pacifica Radio in New York City, podcast von 0:30 bis ca. 0:59)

“Uber-Fahrer behaupten Diskriminierung wegen des Londoner Stauplans”

2019-03-01 Staugebühr in London: Independent Workers’ Union of Great Britain (IWGB) will Bürgermeister Sadiq Khan wegen “Diskriminierung” verklagen. Black Cabs von Staugebühr ausgenommen. Also: Was hält Euch davon ab, die offizielle Taxi-Prüfung abzulegen? – Uber drivers claim discrimination over London congestion plan (englisch, BBC, “Uber-Fahrer behaupten Diskriminierung wegen des Londoner Stauplans”)

“L.A. Metro wird untersuchen, wie man das Fahren verteuert – in Ihrem Auto oder in einem Uber”

2019-03-01 Los Angeles: Zwei umfangreiche Studien beschlossen zu Auswirkungen auf den Verkehr, wenn den Fahrern eine Gebühr pro Meile oder eine Eintrittsgebühr für bestimmte Stadtteile berechnet würde bzw. Auswirkungen von Uber und Lyft auf die Verkehrsüberlastung. Aber lange Anlaufzeit befürchtet. Ausführlicher Artikel. – L.A. Metro will study how to make driving more expensive – in your car or in an Uber (englisch, Los Angeles Times, ” L.A. Metro wird untersuchen, wie man das Fahren verteuert – in Ihrem Auto oder in einem Uber”)

“Die Besteuerung von Uber- und Lyft-Fahrten ist die neueste Idee vom Landkreis L.A., um verkehrsreiche Straßen zu entlasten”

2019-02-27 Staugebühr für Megalopole Los Angeles im Anmarsch. Vorstand der Metropolitan Transportation Authority stimmt morgen darüber ab, ob eine Studie zur Ride-Hailing Steuer genehmigt werden soll – Taxing Uber and Lyft rides is L.A. County’s latest idea to free up congested roads (englisch, Los Angeles Times, “Die Besteuerung von Uber- und Lyft-Fahrten ist die neueste Idee vom Landkreis L.A., um verkehrsreiche Straßen zu entlasten”)