Die Autos

Eine weitere Farce des verirrten Bundestages

Nudging2021-02-25 Berlin: Es ist bekannt, daß alles, was als Output das Scheuer-Ministerium verläßt, früher oder später dem Steuerzahler auf die Füße fällt. So hat sich der quasi-legale Behelf “Findungskommission” bei der Filterung des Referentenentwurfes leidlich damit abgemüht, der Fata Morgana überflüssiger Verkehrsformen, subsumiert unter dem Rubrum “New Mobility”, bei der Verkrüppelung des Personenbeförderungsgesetzes als Prothese irgendwie Geltung zu verschaffen. Schon angesichts der unterirdischen Reden von Landesverkehrsministern und dem Bundesverkehrsminister der CDU/CSU und FDP-Fraktion am 12. Februar im Bundesrat, die in einem Duktus gehalten wurden, als sei die Öffentlichkeit nur infantil und schlecht informiert, wurde unterschlagen, daß gerade die “von Münchhausens dieser Welt” aka “Uber”, “FreeNow”, “Bolt” usw. die immer noch bestehende Rechtsgültigkeit nach Strich und Faden unterlaufen haben. Und dies trotz vierer bundesweit gültiger Urteile seitens der Judikative, deren regulative Funktion in der Gewaltenteilung damit obsolet gestellt wurde. Das allein ist bereits unverzeihlich und markiert das Abrutschen des verbeamteten Staatspersonals in rechtsferne Gefilde.

Taxifahren in China – Nicht alles OK?

2021-02-10 Xuchang, Henan, China: Die Zeitung oder Organisation “China Labour Bulletin” hat ihren Sitz in Hongkong. Und somit dürfte anzunehmen sein, daß diese vom Verdacht des Erteilens einer Retourkutsche gegen das sog. “Festland” nicht freigestellt ist. So führt diese sogar eine sog. “Strike Map“, die wiederum Aktionen des Protestes von Arbeitern in China auflistet. Aber genau so, wie wir ja unglaublich vieles über China gar nicht wissen, interessiert uns schon, wie es dort den Taxifahrern so ergeht. Diese Chance nutzen wir mithilfe dieses Artikels und wenn die Inhalte dort stimmen, dann kommt uns doch eine Menge bekannt vor. Wir respektieren die Chinesischen Taxifahrer nicht zuletzt deswegen, weil sie mit großer Raffinesse vor Jahren Uber in China zum Scheitern gebracht haben. Besonders interessant wäre auch das Problem mit diesen BEVs.

Ein radikal kapitalistischer Vorschlag zur Stauvermeidung in Manhattan

traffic2021-01-22 New York: So wie es aussieht, ist der neue Stern am Firmament der Staubekämpfung ein gewisser Herr Charles Komanoff. Bei seinen Überlegungen und Vorschlägen hat dieser auch keinerlei zynische Ausreden nötig, wie z.B. ein Herr Michael Donth von der Christenpartei in D, wenn er als angeblicher “Verkehrsexperte” – was er wohl eher nicht ist, da er eigentlich als ein gut ausgebildeter Verwaltungsexperte seine Zeit im Emporion der Politik fristet – einem etwas zu liebedienerischen Taxiunternehmer seine verzwergte Erklärung staatlicher Daseinsvorsorge als den lediglichen Unterschied bei der Mehrwertbesteuerung zwischen Taxen und Mietwagen verplättet. Klar schweigt er sich darüber aus, daß als politisches Ziel dieser und Vorgängerregierungen die Abschaffung des Mittelstandes und die Übernahme dessen Kerngeschäftsbereiches durch Konzerne angestrebt wird. Denn nur dafür gibt’s Karriereboni im “Apparat”. Auch der Ex-BZP, jetzt BVTM, ist vorletztes Jahr bei seinen Bemühungen, gemäß seines tradierten Politikverständnisses beim ultra-beratungsresistenten Christen-Verkehrsminister, der im Februar 2019 im Invalidenpark vor dem angetretenen Taxigewerbe eine Séance für die durch die politische Klasse längst strangulierten “Sozialen Marktwirtschaft” abhielt, ob seiner offenbaren Durchsetzungsunfähigkeit bis zum heutigen Tage in eine Art Schockstarre verfallen. Eine Liaison mit Grünlackierten wird unsererseits nicht gebilligt, denn sie trägt weder irgendein Anzeichen von Klassenkampf von “unten”, noch ist sie ehrlich mit den Verheißungen der E-Mobilität bzw. mit deren ungeheurem Mehrbedarf an elektrischer Energie. Von keiner Seite wurden in diesem Konflikt bis jetzt beflügelnde Plädoyers gehalten, warum und wieso die Aufrechterhaltung einer staatlichen Daseinsvorsorge untrennbar zum Selbstverständnis des BRD-Staates gehört und auch nicht seit der Assimilation der DDR gänzlich obsolet geworden sein sollte.
Für all diese tragischen Lotsen, die unweigerlich humanistische Werte in die Klippen – und damit die Arbeiter in schlimmere Armut – manœuvrieren, kommt jetzt ein radikal kapitalistischer Vorschlag, der auch Vorzüge für all die Kommunen böte, denen man es mit der Verkrüppelung des PBefG überlassen möchte, die dräuende Mietwagenflut zu bändigen. Die Losung lautet in etwa so: Im “Business District” werden alle Fahrten überwacht. Yellow Cabs und Mietpiraten bezahlen bereits eine Staugebühr, die sie auf die Fahrgäste umlegen. Der Clou ist, daß, während Yellow Cabs durch den Erwerb eines “Medaillons” bereits “genug” an die Stadt abgeführt hätten und somit von solchen Zahlungen auszunehmen wären, sämtliche zu benennende Mietpiraten für entstehende Leerzeiten (Deadheading), also leer Herumstehen oder leer Herumfahren, eine Gebühr von 11 Cent pro Minute bezahlen müssen. Das hat genau gar nichts mehr mit staatlicher Daseinsvorsorge zu tun, ist aber ein interessantes Mittel, um Konzerne mit Billigflotten zu Tode zu regulieren! Kann man drüber nachdenken. Denken wir auch darüber nach, was “mit der vorhandenen Technologie leichter zu überwachen” bedeutet.

Uber und Lyft prägen die Städte auf eine völlig unerwartete Weise

researching2021-01-10 Pittsburgh, Pennsylvania: Ha! Nun haben Forscher der “Carnegie Mellon Universtiy” mittels eines statistischen Verfahrens namens “difference-in-difference propensity score-weighted regression model” im Vergleich mit 224 US-amerikanischen Städten festgestellt, daß sich ausgerechnet die künstlich subventioniert aufgestellten “Fahrdienste” dem Privatbesitz von KFZ sogar noch förderlich erwiesen haben – und, ach, einen Angriff auf den ÖPNV darstellen. Und dann auch noch nicht mal auf das wirkliche Leben ausgerichtet sind. Als hätten wir das nicht bereits gewusst. Der link zur Studie ist im Artikel erwähnt und wer es schneller übersetzen kann als wir, der soll es tun und es veröffentlichen.

Zerrinnende Schäume bei deren Schläger: Uber

Arrow2020-12-08 San Francisco/New York

Nur für die Chronologie des Niederganges durch angesagte, niemals zu erreichende Profitabilität: Uber trennt sich von seinen dollarverschlingenden Geldsackmagnetprojekten “Autonome Flotte” und “Autonomes Flugtaxi/bemanntes Flugtaxi“.

Ubers Killer-Robo-Flotte liegt auf Eis

autonomous2020-10-02 Pittburgh, Pennsylvania. Nur für den Fall, daß sich durch die Wiederholung von Lügen immer noch so mancher Taxifahrer vor seiner demnächst anstehenden Ersetzung durch “autonome Fahrzeuge” fürchten sollte: Das liegt in ziemlich ferner Zunkunft. Nach den Meldungen dazu, wie sich diese Schaumschlägerfirma international durch den dünnen Korruptionspanzer bei Legislative und Judikative frisst, ist das doch mal eine positive Nachricht. Die Originalquelle ist “The Information“, aber da gibt’s den ganzen Text leider nicht zu lesen. Passt lieber darauf auf, daß ihr keine Arbeitsverhältnisse eingeht, die der Sklaverei immer näher kommen! Da stehen nämlich Parteien und Medien mächtig drauf.

Uber wurde öffentlich für die Massenvernichtung von Scootern und Elektrofahrrädern kritisiert

2020-05-29 North Carolina, USA: Ja, da müßte doch auch der Berliner Nachhaltigkeitsradverkehrssenatorin Fr. Günther das Herz bluten! Zumal sie erst kürzlich einer Anfrage des Bundestagsabgeordneten Hrn. Dr. G.Gysi so geantwortet haben soll, daß sie einfach nicht genug Personal hätte, um die Uber-Bots in und um Berlin hinreichend kontrollieren zu können. Natürlich kann Uber auch jetzt wieder mal für rein gar nix, denn verschrotten tun nur die anderen. Uber ist ja nur für’s Geldverbrennen und Gesetze und ordentliche Gerichtsurteile unterwandern zuständig. Da kratzt sich glatt der pöhse Iwan mit am Kopf. Und in Russland heißt es ja noch abwarten, bis das russische Uber, Yandex Taxi,  an die Börse geht. Auch da stellt sich die Frage der Profitabilität. War uns ein innerer Parteitag, das Teil mal schnell zu übersetzen: …

Michael Moore präsentiert: Planet of the Humans

2020-05-13 USA: Neben der Rezession tauchte auch Jeff Gibbs’ von Michael Moore produzierter neuer Film “Planet of the Humans” auf. Weil er eh’ gerade in praktisch keinem öffentlichen Kino gezeigt werden konnte, stellte er ihn eben ins Netz. Eine interessante Doku, die uns Nachdenken macht, was denn ein “new green deal” eigentlich sein könnte. Komme uns keiner mit Zensursula, die noch nie etwas richtig gemacht hat, seitdem sie in “Politik” dilettiert.

Investoren treten auf die Bremse bei Automobilneugründungen: Der Eifer für selbstfahrende Technik kühlt ab

2020-02-14 Detroit: Wir haben, so gut es ging, keine Möglichkeit ausgelassen, auf Artikel hinzuweisen, die deutliche Zweifel an der schnellen Entwicklung des “autonomen Fahrens” anklingen ließen. Man gebe in unserer Volltextsuche einfach mal “autonom” ein… Unvergessen auch der ikonenhafte Schnappschuß des französischen “Business Insider” vom April letzten Jahres, als die wissenschaftliche Leiterin von Ubers ATG, Raquel Urtasun, eingestand, daß es mit dem “autonomen Fahren” wohl noch lange dauern würde und sich damit die einzige Chance für Uber, jemals profitabel werden zu können, in Luft auflöste. Wer in den Jahren zuvor jemals mit einem Regelungstechniker gesprochen hatte, wusste bereits, daß Fuzzylogik nicht nur ein mathematisches Problem, sondern für das “autonome Fahren” ein schier Unlösbares werden würde.
Obwohl der folgende Artikel einen gewissen Brechreiz ob der unverschämten Summen frei floatierenden Kapitals von den falschen Händen in die falschen Hände erzeugt, haben wir ihn übersetzt. Zeigt er doch deutlich auf, in welche Richtung es nunmehr geht. Trotz der unschlagbaren Stärke des Taxigewerbes, dezentral organisiert zu sein, schwarmmäßig eben, böten sich ja da vielleicht sogar zentralistische Chancen bei der elektrisierten Flottenfahrerei, wozu schon Bernd Stumpf auf der letztjährigen Mitgliederversammlung der Berliner TaxiInnung am 4. November einen rationalen, durchgerechneten Optimismus verbreitete. Auch wenn klar sein dürfte, daß die Ressourcen begrenzt sind, muß auf jeden Fall das Taxigewerbe als Bestandteil des ÖPNV auch in Zukunft zu den Begünstigten gehören. …

Bolivien: De-facto-Regierung schmeißt Deutschland aus dem Lithium-Geschäft

2020-01-25 La Paz/Zimmern/Berlin: Die De-facto-Regierung in Bolivien hat angekündigt, ein Abkommen mit dem deutschen Unternehmen ACI Systems zur Industrialisierung von Lithium definitiv zu kündigen. Nach Angaben des rechtsgerichteten Politikers Humberto Leigue, soll eine “einvernehmliche Lösung” gefunden werden, um eine Unternehmensstruktur aufzulösen, die von der gestürzten Regierung von Präsident Evo Morales und ACI Systems gegründet wurde, um das Lithium im Salar de Uyuni in Potosi auszubeuten. Leigue bezeichnet sich in der De-facto-Regierung von Senatorin Jeanine Áñez als stellvertretender Minister für Elektrizität und alternative Energien. – Bolivien: De-facto-Regierung schmeißt Deutschland aus dem Lithium-Geschäft (deutsch, amerika21, “Bolivia: De facto government kicks Germany out of the lithium business”)

Historische Doku – Das Schweigen der Quandts

2020-01-06 Hamburg, Deutschland: “Taxiagentur” meldet sich im neuen Jahr entspannt zurück. Weil die Spindoktoren und Akteure zur Vernichtung des ehrwürdigen Taxigewerbes nicht nur im Ausland sitzen, sondern mitten unter uns mit Finanzmacht und Täuschungskampagnen völlig falsche Signale aussenden, um das offenbare Vakuum der selbst verschuldeten Uninformiertheit der Rezipienten mit Lösungen für selbst erzeugte Probleme zu füllen, möchten wir heute mal auf eine Doku des NDR aus 2007 zurückgreifen. Wir kommentieren die Doku nicht, denn sie spricht für sich selbst bzw. die Kontinuität der Vergangenheit bis hin in die Zukunft. Anmerken möchten wir aber, daß uns aufgefallen ist – wie schon in einem Artikel der SoZ vom 23. September dargestellt – plus dem faschistischen Putsch in Bolivien, welch wichtigen Stellenwert die Akkumulatorenproduktion hatte und hat.

Was ist eigentlich aus “Varta” geworden? Wir zitieren aus der “Wikipedia“, die manchmal auch nicht alles wissen will: “Die Volkswagen AG und Varta Microbattery gründeten im Jahr 2009 eine Forschungskooperation, um die Entwicklung von Lithium-Ionen-Akkumulatoren für Elektro-Autos voranzutreiben.[20] Das dazu gegründete Unternehmen trägt heute den Namen VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG. (update: VW-VM Verwaltungsgesellschaft mbH, Ellwangen (Jagst)” Falls es jemanden interessiert: Da war das früher.

Es mag sich oberflächlich so einiges verändert haben, aber der uralte Trend zur Versklavung von Arbeitskräften ist offenbar ungebrochen. Leider auch vonseiten deutscher Regierungen. Nicht nur “Uber”, sondern auch das verbleichende Joint Venture “Free Now” von Daimler Benz und BMW tragen derartige Insignien vor sich her.

Entspannt zurücklehnen, verstehen und antizipieren.

 

E-Autowracks: Brandgefährlicher Sondermüll

2019-11-18 Walchsee (Kufstein), Österreich: Während allseits Vertreter des politischen Veitstanzes in D die Utopie einer umfassenden E-Mobilität bejubeln (die natürlich mittels der Geldpeitsche nur totalitär und spaltend durchgesetzt werden soll und kann), dem Aufschneider Elon Musk für die Ankündigung einer Werksgründung auf einer Boulevardveranstaltung “Das goldene Lenkrad” huldigten, in der Nähe eines Selbstbereicherungsprojektes der politischen Klasse in Form eines nimmer fertigzustellenden “Flughafens”, offenbaren sich andernorts die evidenten Kollateralprobleme, die eine (noch?) nicht zu Ende gedachte, komplexe neue Infrastruktur so mit sich brächte. Und in diesem Artikel wird nicht einmal erwähnt, was für Nachhaltigkeitsmängel beim reinen Knowhow in Sachen Autobau beim Newcomer “Tesla” bereits berichtet wurden. Aber lest selbst. – E-Autowracks: Brandgefährlicher Sondermüll (deutsch, ORF.at, “E-Autowrecks: Fire-hazardous hazardous waste”, 13. November)

Uber und das Sherlock-Holmes-Prinzip: Wie die Kontrolle von Daten zu einer verzerrten wissenschaftlichen Forschung führen kann

2019-10-10 Neu auf taxi-innung.de:

Übersetzung des Artikels “Uber and the Sherlock Holmes Principle: How Control of Data Can Lead to Biased Academic Research” von Luigi Zingales erschienen am 9. Oktober 2019 auf promarket.org ⬨

Wenn Fahrten schief gehen: Wie die Untersuchungseinheit von Uber arbeitet, um die Haftung des Unternehmens zu begrenzen

2019-09-26 Phoenix, Arizona: Man mag ja von der WaPo halten, was man will. Aber mit diesem etwas langatmigen Artikel von Greg Bensinger wird eines nochmals deutlich: Wer seine gierigen Krallen nach Profit so weit ausstreckt, IST dafür verantwortlich, wenn sein Geschäftsmodell von allen Seiten nach Extralegalität stinkt und somit natürlich nicht nur das Taxigewerbe in den Dreck trampelt, sondern alle zivilisatorischen Fortschritte gleich mit! Zwei Sätze nur seien zitiert und man kann sich das ganze Ausgeklügel um sexuelle Angriffe und Schwerstunfälle fast sparen: “Den Agenten ist es von Uber verboten, Anschuldigungen an die Polizei weiterzuleiten oder den Opfern zu raten, Rechtsbeistand zu suchen oder eigene Polizeiberichte zu erstellen, selbst wenn sie Geständnisse über Straftaten enthalten, sagte Lilli Flores, eine ehemalige Ermittlerin in Phoenix – eine Richtlinie, die in Interviews mit Ermittlern, mutmaßlichen Opfern und Anwälten der Kläger bestätigt wurde”. “Ubers Ermittlungsprozess ist unterbrochen, so die Leute, die dort gearbeitet haben, und wird durch Ubers Beharren darauf, dass seine Fahrer unabhängige Auftragnehmer und keine Mitarbeiter sind, vereitelt – und deshalb ist Uber nicht für deren Handeln verantwortlich“. Keine weiteren Kommentare mehr nötig. Schluss mit der “Gig-Economy”! (englisch, Washington Post, “When rides go wrong: How Uber’s investigations unit works to limit the company’s liability”)

“Wo das E-Auto zum Fluch wird”

2019-09-23 Santiago de Chile, El Trovador 4285: Bislang hört man von der Autoindustrie ziemlich wenig über die schnelle Entwicklung von bezahlbaren Brennstoffzellen-Fahrzeugen. Nein, erstmal sollen rein batteriegetriebene Autos in möglichst großer Stückzahl unter’s solvente Volk gebracht werden. Das ist kein Fortschritt, sondern eine gewollte Retardierung. Ein weiterer, interessanter Artikel zu den katastrophalen Folgen des für die Produktion von Batterien benötigten Rohstoffes Lithium erschien nun in der “SoZ”. Ein Zitat:Soquimich (SQM) war ursprünglich ein staatliches Unternehmen, das zu Zeiten der Militärdiktatur unter Pinochet in den 80er Jahren privatisiert wurde. Seit dieser Zeit befindet sich ein Großteil der Anteile im Besitz der Familie des ehemaligen Diktators. Immer wieder gab es Ermittlungen gegen das Unternehmen wegen Geldwäsche, Steuerhinterziehung und illegale Einflussnahme auf Politiker, um Gesetzesvorhaben im Sinne des Unternehmens voranzutreiben.
Die Bewegung Litio para Chile (Lithium für Chile) will erreichen, auch mit Unterstützung der Industriegewerkschaft Constramet, dass SQM verstaatlicht wird. Dabei geht es auch um Kontrolle und Einfluss auf die Praktiken bei der Gewinnung”. Hoffentlich fällt noch mehr Leuten auf, wie sich Faschismus und Privatisierung einander die Hand reichen… Klimabewegte sollten den ganzen Artikel lesen. Eine zukünftige Ressourcen-Verteilung dürfte nur über totalitäre Maßnahmen realisiert werden. Alles andere wäre naiv. Denkt mal drüber nach! (deutsch, SoZ, “Where the EV becomes a curse”)

 

“Uber Whistleblower: Autonome Fahrzeuge brauchen neue Sicherheitskennzahlen, sind nicht wirklich sicherer”

2019-08-22 Kalifornien, USA: Das Ende der Märchenstunde. Daß Uber bei gleichem Geldverbrennungstempo in spätestens 2 Jahren pleite ist, dürfte sich herumgesprochen haben. Warum das “Autonome Fahren” so schnell nicht kommen wird, vielleicht noch nicht. Robbie Miller, auf den bei Uber niemand hören wollte und der nur drei Tage vor dem tödlichen Anschlag auf die öffentliche Bewegungsfreiheit in Tempe, Arizona seinen Job quittierte, legt nochmal nach: “Die Meilen pro Eingriffsmaßnahme sind eine schlechte Kennzahl zur Messung des Fortschritts und haben keine Aussagekraft in Bezug auf die Sicherheit. Unternehmen blasen ihre Meilen pro Eingriff auf, um weiter voran gekommen zu erscheinen und verwenden ihre eigenen absurden Definitionen dessen, was ein Eingriff ist – und löschen damit Tausende von sicherheitsrelevanten Eingriffen.” Unternehmen, die ihre Eingriffe ehrlich melden, erscheinen als viel weiter zurückliegend. Darüber hinaus spornt diese Kennzahl die Sicherheitsfahrkräfte an, in unsicheren Situationen nicht einzugreifen”, sagte er. Investoren: Zieht Eure Kohle ab, oder wollt ihr nur bessere Musik auf der Ubertanic? – Uber Whistleblower: Autonomous Vehicles Need New Safety Metrics, Aren’t Really Any Safer (englisch, the truth about cars, “Uber Whistleblower: Autonome Fahrzeuge brauchen neue Sicherheitskennzahlen, sind nicht wirklich sicherer”, 19. August, → Übersetzung des Artikels als *pdf) ◊

“Absturz eines weiteren Elektro-Flugzeuges in einen See führt zu weiterem Rückschlag des Elektrofluges”

2019-08-22 Arendal, Süd-Norwegen: Angesichts des teilweise primitiven Abgelenkes von dringenden Fragen der sozialen Teilhabe drängt es sich heute förmlich auf. Wir eröffnen eine kleine Nachrichten-Serie von “Pleiten, Pech & Pannen”. Norwegens erstes batteriebetriebenes Zweisitzer-E-Flugzeug legt eine “Notwasserung” hin. Beide Insassen kommen unverletzt davon. Schön genug. Der “Avinor” Geschäftsleiter und Pilot resümiert: “Ich machte einen Notruf und suchte nach einem Landeplatz. Das ist nicht gut für die Arbeit, die wir leisten.” Nebenbei erfahren wir, daß der Prototyp eines elektrischen Flugzeuges von “Siemens” letztes Jahr in der Luft Feuer fing und beim Crash beide Insassen getötet wurden. Ein paar erwachsene, geistige Kinder schreien aber schon nach der Abschaffung von kerosingepowerten Flügen. Ist nicht unser Metier, aber mit welchem Treibstoff flogen eigentlich damals die Turbo-Props? Oder die Nato-Bomber, die Libyen in die “Steinzeit” zurückbombten? – Electric plane crash-lands into lake in another setback for electric flight (englisch, elektrec, “Absturz eines weiteren Elektro-Flugzeuges in einen See führt zu weiterem Rückschlag des Elektrofluges”, 18. August)

“Taxifahrer werden in Notfallmedizin geschult”

2019-08-19 Teheran, Iran: In Ermangelung von ausreichend zur Verfügung stehenden Trainern werden pro Tag 20 bis 60 Personen aus dem Bereich der Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums, der Justiz und der Verkehrspolizei als präklinische Notfallhelfer ausgebildet. Nun wird diese Maßnahme auch auf Taxifahrer ausgeweitet. Das ist natürlich im Falle von Verkehrsunfällen nützlich, weil Taxifahrer ständig in städtischen Gebieten unterwegs sind. Es könnte so die Sterblichkeitsrate verringert werden. Allerdings kann man sich auch denken, daß der Iran besser auf etwaige Terroranschläge oder/und Anschläge feindlicher Armeen zum Schutze seiner Bevölkerung vorbereitet sein möchte…. – Taxi drivers to be trained on emergency medical services (englisch, TehranTimes, “Taxifahrer werden in Notfallmedizin geschult”)

“Warum 2019 das Jahr eines weiteren Technologieblasencrashs sein könnte”

2019-08-06 London, Northampton Square: Schon ziemlich früh wurden Rufe formuliert, ob denn die zweite Tech-Blase im Begriff ist, zu platzen. Das von einer Zeitung, die ziemlich nahe der “City of London” benachbart residiert und aber akademischen Anspruch pflegt. Sie waren echt nicht “amused”. Wer mag schon “Marmelade” oder schlimmer, “Marmite”? Bei den akademischen, neoliberalen Ökonomen scheint so etwas, wie gepflegte Panik aufgekommen zu sein. Zitat: “Im Falle von Uber konnten sie trotz eines bevorstehenden Börsengangs aufgrund des zusammenbrechenden Benutzerwachstums keine kostspieligen Anreize entziehen. Auch die Skaleneffekte sind eher begrenzt, wie Uber feststellt, wenn es darum geht, die Fahreranreize zurückzuziehen, was zu Streiks geführt hat. In der Tat funktioniert das Modell nur mit Anreizen, die Investoren zur Finanzierung benötigen.” Das haben wir längst mithilfe von Hubert Horans maßgeblicher Analyse hier selbst kolportiert. Übermorgen ist ein weiterer Quartalsbericht von Uber fällig. Wir freuen uns schon auf die “Auslegung” des angerichteten Elefanten-Scherbenhaufens! – Why 2019 could be the year of another tech bubble crash (englisch, The Conversation, “Warum 2019 das Jahr eines weiteren Technologieblasencrashs sein könnte”, 11. Januar)

“In einer Welt autonomer Fahrzeuge brauchen wir mehr öffentliche Verkehrsmittel denn je”

2019-08-06 Cologny/Genf: Am 19. Juli ließ das Weltwirtschaftsforum einen verkehrswirtschaftsstrategischen Artikel von Raphael Gindrat veröffentlichen, der es in sich hat. Nun muß man nicht mit jedem Aspekt, der darin betrachtet wird, übereinstimmen. Denn bei “MaaS” z.B. wird klar, daß die Profiteure und Hüter des kapitalistischen Systems nicht nur ihre Schäfchen genau zählen, sondern noch mehr überwachen möchten. Aber auch die Betrachtung unter Einbeziehung von Erkenntnissen bezgl. AVs (Autonomous Vehicles) enthält für so manch einen politischen Apologeten sicherlich Überraschendes. Was uns hier ins Auge sprang, war die Erwähnung des Umstandes der wirtschaftlichen Schädlichkeit für Städte, die private Ride-Hailing Firmen wie “Uber” & Co. mit ihrer sinnlosen, egoistischen Überflutung mit Mietwagen mit Chauffeur verursachen, die man dort nun erkannt zu haben scheint. (Sehr witzig übrigens, wie “Google Translate” den Begriff “ride-hailing companies” mit “Hagelkampffirmen” übersetzte!) Und das Schönste in diesem Artikel dürfte sein, daß man eine Einschätzung des ITU (International Transport Forum) wiedergab: „Es gibt keinen Grund, warum derzeitige öffentliche Verkehrsbetriebe oder Taxiunternehmen keine aktive Rolle bei der Erbringung dieser Dienstleistungen spielen könnten“, heißt es in dem Bericht der ITU. „Die Steuerung der Verkehrsdienste, einschließlich der Vorschriften und Regelungen für Konzessionen, muss angepasst werden.“ Da könnte ja vielleicht unser bundesdeutsches PBefG als Vorbild gemeint sein? Unsere Botschaft: Eure fettigen Flossen weg vom PBefG, Hazardeure! Private Ride-Hailer und Klone: Raus! – In a world of autonomous vehicles, this is why we’ll need more public transport than ever (englisch, World Economic Forum, “In einer Welt autonomer Fahrzeuge brauchen wir mehr öffentliche Verkehrsmittel denn je”, 19. Juli)

“Nach Unfall: Selbstfahrende Busse in der Wiener Seestadt vorerst eingestellt”

2019-07-20 Wien: Robo-Schnecke trifft auf Blindfisch. Nach Angaben von Augenzeugen habe die Fußgängerin im Zustande der sensorischen Deprivation vom Verkehrsgeschehen (Kopfhörer, Blick starr auf’s Smartwanz gerichtet) die Straße überquert und sei praktisch seitlich in den Bus gelaufen. Die Folgen sollen glimpflich gewesen sein. So funktionieren Utopien jedenfalls nicht und scheitern am Hier und Jetzt – Nach Unfall: Selbstfahrende Busse in der Wiener Seestadt vorerst eingestellt (deutsch, Vienna.at, “After accident: Autonomous busses in Vienna’s Urban “Seestadt” are suspended for the time being”, 18. Juli)

“Bei der Jahrestagung von Tesla mildert Elon Musk die Ansage einer Roboteraxi-Flotte im nächsten Jahr ab”

2019-06-12 Los Angeles: Den Mund etwas zu voll genommen. Elon Musk rudert auf Aktionärs-Hauptversammlung zurück. “Wir könnten eine Fahrgemeinschaft mit Leuten üben und dann, ähm, wäre das gut, um in Zukunft Dinge für die Robotertaxi-Flotte herauszufinden. Das könnte also Sinn ergeben. Eine Art überwachtes Robotertaxi.” Führungskräfte in der fahrerlosen Automobilindustrie waren der ursprünglichen Ankündigung von Musk sehr skeptisch gegenübergestanden und sagten, dass solche Roboteraxi-Flotten viele Jahre lang nicht praktikabel sein werden. Angesichts der traurigen Zahlen der Firma Tesla warnte Musk die Aktionäre auch schamlos davor, kurzfristige Gewinne zu erwarten. Drei Aktionäre beschwerten sich über die Medienberichterstattung über das Unternehmen, bis zu dem Punkt, an dem, wie man sagte, “die Leute denken, dass man kurz vor dem Bankrott steht”. “Das tun wir nicht”, sagte Musk. “Die Firma reagiert auf Medienanfragen und versucht, falsche Informationen zu widerlegen”, sagte Musk. “Es ist nicht so, dass wir nicht antworten oder so”, sagte er. Die LA-Times ist eher nicht amüsiert und zeigt dies in diesem Artikel deutlich. Nicht zur Sprache kommt in dem Artikel, ob denn nun das Kapital aus dem Projekt “SpaceX” zur Rettung der Firma abgezogen wird. – At Tesla annual meeting, Elon Musk softens claims of a robotaxi fleet next year (englisch, Los Angeles-Times, “Bei der Jahrestagung von Tesla mildert Elon Musk die Ansage einer Roboteraxi-Flotte im nächsten Jahr ab”)

“Eine selbstfahrende Taxi-Flotte macht keinen Gewinn – und das ist der Grund dafür”

2019-05-22 Ist gut jetzt! Autonome Taxiflotten sind nicht rentabel und Flugtaxis sind auch nur ein Gespinst, in welches sich noch sehr lange kein Top-Ausbeuter setzen wird. Wir verweisen auf unsere Kolportation vom 21.4. aus Shenyang. Wenn es zu kalt wird, bringen die Akkus nicht die nötige Leistung für einen “Eliteflug”, geschweige denn für den ÖPNV. Die MIT-Forscher Ashley Nunes und Kristen D. Hernandez kamen zu dem Schluss, dass der Fahrpreis pro Meile für autonome Taxis bei einer Flotte von 10 Fahrzeugen stark von 6 auf 2 US-Dollar sinkt, bevor sie sich bei etwa 1,60 US-Dollar pro Meile für eine Flotte von bis zu 50 Fahrzeugen einpendeln. Ein herkömmliches Taxi pro Meile kostet $0,72, egal wie viele Fahrzeuge in der Flotte gezählt werden. – A Self-Driving Taxi Fleet Won’t Make a Profit – and This Is Why (englisch, 24/7 Wall St, “Eine selbstfahrende Taxi-Flotte macht keinen Gewinn – und das ist der Grund dafür”, 17. Mai)

“Tesla aktualisiert updates für Fahrzeugsoftware nach dem Brand in Hongkong”

2019-05-16 Tesla hat damit begonnen, die Software des Wärmemanagementsystems für seine Batterie Modell S und Modell X zu aktualisieren. Andere Hersteller wie Nio und BYD haben ähnliche Probleme mit ihren EVs, die auch schon mal in Flammen aufgehen können. Da sind wir ja mal gespannt auf die Millionen EVs, die demnächst aus Deutschland kommen sollen – Tesla issues updates for vehicle software after Hong Kong fire (englisch, KrAsia, “Tesla aktualisiert updates für Fahrzeugsoftware nach dem Brand in Hongkong”)