Generation Y

Bargeldlose “Sicherheit”? Pah!

cash2020-09-23 Singapur: Das gewisse “Schlupfloch” ist natürlich längst wieder geschlossen, sonst würde das Singapurer Onlinemag “Mothership” sicher nicht darüber berichten. Aber im Zuge der Experimente mit bargeldloser Zahlung, die leider auch auf das Taxigewerbe ausschlagen, sogar von manchem Gewerbevertreter paradoxerweise propagiert werden, obwohl sie nur für eine absolute Minderheit nützlich sind und der feisten Werbesprüche von wegen damit verbundener “Sicherheit” etc. haben wir mal eine nette Story gefunden, wie ein unter Achzehnjähriger eine Weile ein Taxiunternehmen foppte, aber letztendlich wohl vergessen hatte, seine ID zu verschleiern. Naja, schlauer, doofer Teeny eben. Es wird jedoch immer jemanden geben, der eine Lücke im System findet. Der Irrglaube an die Sicherheit von digitalen Zahlungssystemen ist absurd.

Pooling – Was ist zu erwarten aus nordamerikanischer Sicht? Für das “EU”-Abziehbild?

2020-07-20 Toronto/New York. Um es vorab gleich mal klarzustellen: Da sich die sog. “EU” stets als eine Art  Wurmfortsatz nordamerikanischer Besitz- und Machtverhältnisse erwies, dürften profund vergleichende  Einschätzungen bezüglich gesellschaftlicher Verhältnisse und daraus mannigfaltig resultierender Entwicklungen durchaus von so einiger Relevanz sein. Man hat es bei uns finden und lesen können. Vor ziemlich genau einem Jahr. Und zwar in Bezug auf das erwartbare Potential der Bereitschaft, sich in einem Fahrzeug mit Fremden quasi gemeinsam auf eine umweggespickte, urbane Reise von A nach B zu begeben, deren Verlauf man programmierten Algorithmen überläßt, denen zu folgen man bereit ist. Wobei gleichzeitig der Nutzer eines solchen Dienstes seine Anonymität – auf die er ein unbedingtes Recht hat – preisgeben muß. Schlimmer noch wiegt, daß er dabei Konzernen und/eben Datenstaubsaugern erlauben soll, soviele Eckdaten über seine Einkommensverhältnisse, Bewegungen, mögliche Kontakte usw. – eben das, was “Big Data” aus der Privatheit abzuschnorcheln bedeutet – preisgeben soll. Noch gibt es vielleicht genug Menschen, die sich dessen bewußt sind und deshalb sind die Aussichten für derartige Unterfangen eher dürftig bzw. unplausibel. “Nackichmachen” ist im Transportsektor (noch) unwirtschaftlich.  Noch gibt es Transportdienste, die florieren können, wenn anonyme Fahrgäste anonyme Zahlungsmethoden benutzen. Dies jedoch ist sicher einer der Hauptgründe für den Zerstörungswillen der Polit-Clowns der nicht verfassungsgemäßen “Findungskommission” gegenüber dem traditionellen Taxigewerbe. In ihren totalitären Phantasmagorien hat Individualität keinen Platz mehr. Wer sich also fragt, warum ausgerechnet das Taxigewerbe so scheinbar irrational angegriffen wird, alle Kontrollen der angeblichen Konkurrenz  scheinbar versagen, eine Wirtschaftlichkeit der Popanze scheinbar keine Rolle mehr spielt, könnte ja in dieser Richtung eine plausiblere Erklärung finden. Wir sähen es gern, wenn die ganzen Streiter im Gewerbe das mal bedenken würden. Heute, zur Erinnerung, wie der Stand der Dinge vor einem Jahr war, stellen wir mal zwei kleine Übersetzungen ein, um klarzustellen, wie leidlich angesagt das “Pooling” eigentlich ist. Und es ist seitdem nicht besser geworden. CleverShuttle, Berlkönig, Moia, Kapten, Bolt – Verblutungstheater, Wirtschaftskriegsmethodik, Schattenboxen.

20-Jähriger wegen Unruhen verhaftet, nachdem er den Taxifahrer zusammengeschlagen hatte, der beschuldigt wurde, in Demonstranten hineingepflügt zu sein

2019-10-09 Hongkong, China: Jetzt ist nach unserer Kenntnisnahme, die bisher nicht unbedingt umfassend war, ein drittes Mal das Taxigewerbe in äußerst abstoßender Weise in die auf ihre Art paradoxe Eskalation hineingezogen worden. Wir sind wütend darüber, wie hart es einen einzelnen Kollegen getroffen hat, der sich nach Darstellung der Hongkonger Vereinigung der Taxifahrer und Betreiber “auf dem Weg zur Arbeit” befunden hätte. Er befand sich in einer Menschenmenge, wurde nach Darstellung der Hongkonger Polizei mit Eisenstangen angegriffen, indem mindestens seine Frontscheibe zerschlagen wurde und hätte daraufhin die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. In einem offenbaren Ausweichmanöver, welches in einer Ladenfront endete, wurde eine Demonstrantin vom Taxi erfasst und in eben diese hineingeschleudert. Die darauffolgende Stampede hatte bereits den Charakter des Lynchens. Das Taxi wurde so “gut” es ging  beschädigt und die Wechselgeldkasse sowie die Armbanduhr des Kutschers sollen geplündert worden sein. Würden die jungen Wirrköppe in Hongkong begreifen, daß die sog. “westliche Wertegemeinschaft” den gleichen, totalitären Kurs verfolgt, wie die chinesische KP, wären sie nicht so würdelos, Arbeiter lynchen zu wollen! – 20-year-old arrested for rioting after ‘vigilante beating’ of taxi driver accused of ploughing into protesters (englisch, Hong Kong Free Press, “20-Jähriger wegen Unruhen verhaftet, nachdem er den Taxifahrer zusammengeschlagen hatte, der beschuldigt wurde, in Demonstranten hineingepflügt zu sein”)

“Mein Haus, mein Auto, mein Boot gilt auch für Millenials”

2019-09-07 Franfurt/M.: Der Wirtschaftswissenschafts-Redakteur des Handelsblattes, Norbert Häring, stellt in seinem privaten Blog fest: “Eine Reihe von empirischen Studien aus den USA hat die These der Skeptiker bestätigt. Sie bekräftigen zwar jeweils den Befund, dass die Generation Y im Durchschnitt weniger Autos besitzt als gleiche Altersgruppen früher und weniger Autokilometer zurücklegt. Sobald sie allerdings genauer hinschauen und Faktoren mitberücksichtigen, die für die Entscheidung, ein Auto zu kaufen und damit herumzufahren, wichtig sind, löst sich der vermeintliche Präferenzunterschied schnell im Nichts auf“. Das hatten wir längst vermutet – nicht erst, als wir einen Artikel über den chinesischen Gebrauchtwagenmarkt ausschließlich via App kolportierten. – Mein Haus, mein Auto, mein Boot gilt auch für Millenials (deutsch, Norbert Häring, “My house, my car, my boat, applies to Millenials, too”)

“Uber Pool ohne alle Stopps ist endlich eine Option für einige Fahrten”

2019-08-18 Die in Gänze umweltschädliche Illusionsschmiede “Uber” unternimmt in den Staaten aktuell einen Versuch, die auf Individualismus und Belohnung dafür getrimmten Konsumopfer “ohne Umweg” in das umweglastige “Pooling” zu nudgen. Es gibt lächerliche Boni, wie z.B. i.H.v. 3 $. Was soll das eigentlich sein? “Kapital-Sozialismus”, oder was? Halten die die Kohorte der Generation Y echt für so “anpassungsfähig”? – Uber Pool without all the stops is finally an option for some rides (englisch, Mashable, “Uber Pool ohne alle Stopps ist endlich eine Option für einige Fahrten”, 15. August)

“Taxi-Apps gewinnen in Budapest an Popularität”

2019-08-18 Budapest, Ungarn: Das ungarische Taxigewerbe gerät ins Fadenkreuz der “Mobility-Pigs”. Das von Influenten aus dem Nato-Raum unterstützte “Business-Journal” macht mit ein paar statistischen Betrachtungen bezgl. der Bestellgewohnheiten zweier verschiedener Bevölkerungskohorten, nämlich der Generation X und Y und anderen, von Erhebungen herstammen dürfenden Vergleichen auf. Im Zentrum steht die Bestell-App ” Főtaxi” – Taxi apps gaining popularity in Budapest (englisch, Budapest Business Journal, “Taxi-Apps gewinnen in Budapest an Popularität”, 16. August)

Tech-Kultur: Chinesische Verbraucher kaufen Autos online mit VR, ohne gegen den sprichwörtlichen Reifen zu treten”

2019-03-08 China: Hie eingestampft, da aufgeploppt. Wie war das mit den jungen Leuten, die angeblich gar kein Auto mehr bräuchten? Hauptsache, es geht mit einer App! – Tech culture: Chinese consumers are buying cars online using VR, without kicking the proverbial tyre (englisch, South China Morning Post, “Tech-Kultur: Chinesische Verbraucher kaufen Autos online mit VR, ohne gegen den sprichwörtlichen Reifen zu treten”)