Japan

“Amazon Japan baut eine Armee von freiberuflichen Fahrern auf, im Uber-Stil”

2019-08-19 Tokyo und Aichi Präfektur, Japan: Amazons “Prime Now”-Dienst verspricht seinen Konsumtierchen, online bestellte Ware innerhalb von zwei Stunden zu liefern. Das ist ein höchst unmoralisches Angebot, wenn es denn auf Belange des Klima-, und Umweltschutzes wirklich ankäme. Das fadenscheinige “Argument”, man bräuchte eine “Armee von freiberuflichen Fahrern” und hätte Probleme, diese angesichts des Bevölkerungsrückgangs zu akquirieren, kennen wir schon aus dem dunklen Totalregierungs-Deutschland. In einem Interview der Berliner Morgenpost mit der grünen Verkehrssenatorin R. Günther von gestern äußert diese einen folgenschweren Satz: “Und wir müssen auch darüber reden, wie sich die Preise für das Anwohnerparken entwickeln sollen, damit wir wirklich nur noch die Autos in der Stadt haben, die unvermeidlich sind.” Die Preisfrage lautet also: Wer ist in Zukunft “unvermeidlich”? Die Chaoten von der Ubertanic vielleicht? Die subventionierten Konzern-Transportdienste, die kaum jemand braucht, der sein Ziel zuverlässig ohne Umwege schnell erreichen muß? Oder etwa die Dumpinglöhner auf den zahlreichen Boten-Lieferwagen, die der konsumgeilen Mittelschicht ihre Gimmicks an die Haustür liefern? Noch schlimmer: Wer sind die “Vermeidlichen”, Damen und Herren? In Berlin mit seiner Armutsquote von 22,4% und einer grünen Verkehrssenatorin, die solcherlei Dimensionen kaum berücksichtigen dürfte, ist gar nichts gut. Scheiß’ auf die “Pocket-Parks”, die es nicht zu geben braucht, so lange es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt! – Amazon Japan builds army of freelance drivers, Uber style (englisch, Nikkei Asian Review, “Amazon Japan baut eine Armee von freiberuflichen Fahrern auf, im Uber-Stil”)

“Polizei Okinawa: “Taxi”-Service für US-Personal arbeitet illegal”

2019-07-20 Naha, Okinawa, Japan: Die Okinawa Präfekturpolizei ermittelt einen vermuteten illegalen Mitfahrdienst, der auf US-Militärangehörige abzielt und den legitimen Taxifahrern das Geschäft wegnimmt, sagten Beamte. Der Betrieb von nicht zugelassenen Taxis ist ein Verstoß gegen das japanische Straßenverkehrsgesetz. “Es gäbe ein hohes Maß an Illegalität, wenn Passagiere für den Transport bezahlen würden (durch den Mitfahrdienst)”, sagte ein Beamter des Okinawa General Bureau, das über eine lokale Zuständigkeit für Transportfragen verfügt. US-Militärbeamte sagten, sie seien sich des Dienstes bewusst, wussten aber nicht, wer ihn leitete. Die verwendeten Fahrzeuge können sieben oder acht Passagiere befördern, und alle haben ein Nummernschild mit dem Y-Buchstaben, der angibt, dass das Fahrzeug für den privaten Gebrauch durch diejenigen bestimmt ist, die mit dem US-Militär verbunden sind. “Ich hoffe, dass die Polizei gegen die Aktivitäten vorgeht, die unser Geschäft eindeutig stören”, sagte ein japanischer Taxifahrer, der oft US-Militärpersonal transportiert. – Okinawa police: ‘Taxi’ service for U.S. personnel running illegally (englisch, Asahi Shimbun, “Polizei Okinawa: “Taxi”-Service für US-Personal arbeitet illegal”, 12. Juli)

“Didi-SoftBank Taxi-Hailing JV expandiert in 13 Städte in ganz Japan”

2019-04-24 Japan: Frontal-Attacke von Joint Venture zwischen Softbank und Didi Chuxing namens Didi Mobility Japan auf japanische Taxifahrer! Auch Reuters fällt auf, daß das in Japan ja eigentlich verboten ist und eben nur unter Zusammenarbeit mit Taxis geht. Wäre reizvoll, mal japanische Taxiorganisationen nach ihrer Meinung dazu zu befragen… – Didi-SoftBank taxi-hailing JV expands to 13 cities across Japan (englisch, Reuters, “Didi-SoftBank Taxi-Hailing JV expandiert in 13 Städte in ganz Japan”)

“Sony betritt Japans Taxiruf-Markt mit App S.Ride”

2019-04-17 Japan: Sony möchte mit seiner neuen App “S.Ride” Tokioter Taxis durch KI zu vorausberechneten Nachfragespitzen schubsen dirigieren lassen. Vorvorgestern erst stellte Klaus Grill fest, daß wir “die Kaninchen” im Konzernexperimentierfeld werden – Sony enters Japan’s taxi-hailing market with S.Ride app (englisch, Techspot, “Sony betritt Japans Taxiruf-Markt mit App S.Ride”)

“Mickey gegen Masa: Der Kampf zwischen Uber und Lyft bringt zwei japanische Milliardäre gegeneinander in Stellung”

2019-03-03 Milliardäre schaffen sich eine neue Klasse von Fahrern, die keine Rechte mehr haben – Kunden, die nicht wissen, was sie tun. Sie nennen es “Technologie”. Das Gevolks nimmt’s gerne an. In diesem Artikel eine Lupe auf einige von diesen Geldbesitzern. Es ist aber nur ihr Narrativ – Mickey vs Masa: The battle between Uber and Lyft pits two Japanese billionaires against each other (englisch, CNBC, “Mickey gegen Masa: Der Kampf zwischen Uber und Lyft bringt zwei japanische Milliardäre gegeneinander in Stellung”)