Ganz andere Länder, gleichartige Probleme – Karnatakas Taxis und Fahrdienste lehnen nächtliche Ausgangssperre ab

2020-12-28 Bengaluru, Indien: Gleichzeitig zu den kraftvollen Massendemonstrationen der um ihre Existenz und gegen die raubkapitalistischen Bestimmungen der verhassten Modi-Regierung im eiskalten Großraum Delhi kämpfenden Bauern opponieren die Personenfahrdienste in Karnataka gegen die rigiden Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung. Was dabei allerdings auffällt, ist die Arroganz der konzerneigenen Fahrdienste, wie Uber, Ola, Swiggy oder Zomato, sich als “New Age-Dienste” zu bezeichnen. Verkaufen sie doch bloß alten Wein in neuen Schläuchen, um die dafür benötigten Arbeitskräfte umso härter auszubeuten. Dies jedoch verbindet sie mit allen anderen kapitalistischen Ländern. Möglicherweise ist dieser Begriff aber auch nur von der indischen “Economic Times” gewählt worden, was nicht minder arrogant ist.

Taxigewerkschaften in Karnataka lehnen landesweite nächtliche Ausgangssperre ab und sagen, dass der Schritt das Segment weiter eindellen wird

Die Taxigewerkschaften in Karnataka haben sich vehement gegen die nächtliche Ausgangssperre gewehrt und argumentiert, dass diese willkürlich sei und dem ohnehin kränkelnden Taxigeschäft schwer schaden werde.

Die Regierung des Bundesstaates gab unter anderem bekannt, dass Taxis und Auto-Rikschas nur noch für das Aufnehmen und Absetzen von Fahrgästen an Transitpunkten wie Busbahnhöfen, Bahnhöfen und Flughäfen zugelassen sind. Die Fahrgäste müssen einen gültigen Fahrschein vorzeigen, um sich frei bewegen zu dürfen.

Die Fahrer der beliebten Ride-Hailing-Plattformen Uber und Ola protestierten gegen die nächtliche Ausgangssperre. Sie sagten, dass die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr eine Spitzenzeit für sie sei und sie sich auf höhere Einnahmen freuen würden, nachdem sie monatelang unter einem schlechten Geschäft gelitten hätten.

“Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist eine Spitzenzeit für uns. Unsere Fahrergemeinschaft hat seit Beginn der Pandemie nicht viel verdient”, sagte Tanveer Pasha, Leiter der Ola-, Taxiforsure- und Uber-Fahrer- und -Besitzervereinigung, und fügte hinzu, dass die Fahrer trotz der Lockerung der Schließungsbeschränkungen nicht viele Nutzer für ihren Service gesehen haben.

Pasha erklärte, dass aufgrund von Work-from-Home-Bestellungen bei den meisten Unternehmen die Pendlerzahlen im Büro niedrig bleiben und das einzige Geschäft, das anzieht, von Kunden kommt, die nach den Bürozeiten hinausgehen. “Die Fahrer haben nur zwischen 20:00 und 2:00 Uhr morgens etwas Geschäft gesehen, jetzt ist auch das weg”, sagte er.

Uber und Ola haben bis Redaktionsschluss am Mittwoch nicht auf die Anfragen von ET reagiert.

Eine Person, die mit der Angelegenheit vertraut ist, sagte ET, dass die Taxidienste nicht in ihrem Betrieb eingeschränkt wurden und weiterhin ihre Dienste für Kunden anbieten werden, auch in Bengaluru, das zu den größten Märkten für beide Unternehmen im Land gehört. “Wir werden weiterhin wie gewohnt im ganzen Land operieren”, sagte eine Quelle bei einem der führenden Taxi-Aggregatoren.

Während die Regierung von Maharashtra ebenfalls eine ähnliche nächtliche Ausgangssperre verhängt hat, stellte der Kommissar der Brihanmumbai Municipal Corporation (BMC), Iqbal Singh Chahal, am Mittwoch klar, dass es keine Einschränkung für den Verkehr von Taxis, Auto-Rikschas und Autos geben wird.

In der Zwischenzeit haben sich auch andere New-Age-Dienste wie die Online-Essenslieferdienste Swiggy und Zomato an die Regierung von Karnataka gewandt und um Klarheit gebeten, ob sie ungehindert arbeiten dürfen. “Wir wurden während des Lockdowns als essentieller Service eingestuft und sehen nicht ein, warum sich das ändern sollte. Unsere Teams haben sich ohnehin an die Regierungen der Bundesstaaten gewandt, um sicherzugehen”, sagte eine Führungskraft einer führenden Essenslieferplattform, die nicht namentlich genannt werden wollte. – Karnataka taxi unions oppose state-wide night curfew, say the move will dent segment further(englisch, “Indiatimes”, Taxigewerkschaften in Karnataka lehnen landesweite nächtliche Ausgangssperre ab und sagen, dass der Schritt das Segment weiter eindellen wird, 24. Dezember)