Flughafen Roissy: vier VTC-Firmen in einen saftigen Sozial- und Steuerbetrug verwickelt

taxes2020-12-23 Seine-Saint-Denis/Paris Was passiert da im Großraum Paris in Bezug auf die von “Oben” eingeladenen Machenschaften von sog. “VTCs”? Wir fanden einen Artikel, anhand dessen man mal überschlagen kann, was “unser” wohlwollend untätige Berliner RRG-Senat sich so am Fiskusfilter vorbeigeleiteten Milliönchen in voller Absicht entgehen lässt, wenn man zugrunde legt, daß hier inzwischen an die 5k Mietwagen für unterschiedlichste Datensammler/Fahrgastvermittler wie “Uber” oder “Free-Now” oder “Bolt” oder oder tätig sind. Gescheiterte Investment-Banker und sog. “Clans”, deren “Familienmitglieder” in der Libanesischen Grenzregion zu Syrien für ihr unsägliches Verhalten vermutlich selber Disziplinierungsmaßnahmen inkauf nehmen müssten und denen u.a. von den Senatsheuchlern ein Raum eingeräumt wird, der ihnen ganz ausdrücklich nicht zusteht, nehmen wir gar nicht davon aus. Aber wir sind ja auch zum Glück nicht die Geisel-Polizei…  Wo bleibt eigentlich unsere beknackte Lokal-Lemmings-Presse, wenn man sie bei so etwas bräuchte? Ist egal! Es gibt das Internet und internationale Meldungen mit mehr Gewicht.

Fast drei Millionen Euro: So hoch ist der Schaden für die öffentlichen Finanzen, der durch den Sozial- und Steuerbetrug von vier Chauffeurunternehmen verursacht wurde, die mehrere hundert nicht angemeldete Fahrer einsetzten.

Gegen vier Personen wurde bei der Staatsanwaltschaft in Bobigny (Seine-Saint-Denis) Anklage wegen Geldwäsche und bandenmäßiger Schwarzarbeit erhoben.

Schwarzfahrer wurden über Kleinanzeigen auf spezialisierten Websites angeworben und beförderten Kunden vom Flughafen Roissy aus, insbesondere im Auftrag von vier VTC-Unternehmen, die weder ihre Fahrer bei der URSSAF, (Union de recouvrement des cotisations de sécurité sociale et d’allocations familiales, Union für die Einziehung von Sozialversicherungsbeiträgen und Familienbeihilfen) noch ihre Einnahmen bei der Verwaltung meldeten.

Der riesige Steuer- und Sozialbetrug wurde gerade von den “Buren” aufgedeckt, also den auf den Kampf gegen illegale Transporteure spezialisierten Polizeieinheiten. Der Schaden für die öffentlichen Finanzen wird auf fast 3 Millionen € geschätzt.

Am vergangenen Wochenende kam es zu einer Reihe von Verhaftungen in Seine-Saint-Denis und Paris. Gegen vier Personen wurde sofort Anklage bei der Staatsanwaltschaft Bobigny wegen Geldwäsche und bandenmäßiger Verdeckungsarbeit erhoben. Den Faden zogen die Ermittler nach einer Routinekontrolle am Flughafensteig im vergangenen Januar, bei der ihnen ein Fahrer eine falsche VTC-Karte vorlegte.

Ein ehemaliger Investmentbanker an der Spitze des Netzwerks

Die Buren steckten daraufhin ihre Nasen in ein großes Betrugssystem und begannen mit elfmonatigen Ermittlungen, wobei sie die Atempause nutzten, die durch die Einschränkung der Tätigkeit von Roissy entstand. Die Namen von etwa einem Dutzend Personen kehrten in das Netzwerk zurück, das von einem ehemaligen Investmentbanker geleitet wird. Auf seine Anweisung hin, Vermittler und Strohmänner.

Die Unternehmen erhielten Zahlungen auf ihre Bankkonten für die von den Schwarzfahrern durchgeführten Fahrten. Die Einkünfte, die nicht an die Steuerbehörden gemeldet wurden, schienen lukrativ zu sein, da sie auf rund 5 Millionen Euro für ein Jahr geschätzt wurden.

Der Fall bezieht sich auf Ereignisse, die zwischen November 2018 und Oktober 2020 stattfanden. Es bleibt abzuwarten, wie viele Kunden Opfer dieser VTC-Unternehmen wurden und ob sie sich dessen bewusst waren.

Gewaschenes Geld

Das so verdiente Geld wurde dann auf verschiedene Weise gewaschen, wie die Beschlagnahmungen bei den Verhaftungen, insbesondere von Luxusuhren, nahelegen.

Die vier Hauptakteure des Betrugs wurden unter “strenge gerichtliche Kontrolle” gestellt, mit einem Verbot, das Gebiet des französischen Mutterlandes zu verlassen, einem Verbot, eine Firma zu leiten, einem Verbot, miteinander in Kontakt zu treten; und für einen von ihnen mit der Zahlung einer Kaution von 300.000 €.

Die Angeklagten, denen eine zehnjährige Haftstrafe und eine Geldstrafe von 750.000 € droht, werden am 19. Mai vor dem Strafgericht in Bobigny verhandelt. – Aéroport de Roissy : quatre sociétés de VTC impliquées dans une juteuse fraude sociale et fiscale (französisch, Le Parisien, “Flughafen Roissy: vier VTC-Firmen in einen saftigen Sozial- und Steuerbetrug verwickelt”, 21. Dezember)