Bargeldlose “Sicherheit”? Pah!

cash2020-09-23 Singapur: Das gewisse “Schlupfloch” ist natürlich längst wieder geschlossen, sonst würde das Singapurer Onlinemag “Mothership” sicher nicht darüber berichten. Aber im Zuge der Experimente mit bargeldloser Zahlung, die leider auch auf das Taxigewerbe ausschlagen, sogar von manchem Gewerbevertreter paradoxerweise propagiert werden, obwohl sie nur für eine absolute Minderheit nützlich sind und der feisten Werbesprüche von wegen damit verbundener “Sicherheit” etc. haben wir mal eine nette Story gefunden, wie ein unter Achzehnjähriger eine Weile ein Taxiunternehmen foppte, aber letztendlich wohl vergessen hatte, seine ID zu verschleiern. Naja, schlauer, doofer Teeny eben. Es wird jedoch immer jemanden geben, der eine Lücke im System findet. Der Irrglaube an die Sicherheit von digitalen Zahlungssystemen ist absurd.

Teenager nutzt Schlupfloch in App aus, um ComfortDelGro um S$ 2.600 für 117 Taxifahrten zu betrügen

Ein 18-jähriger Singapurer nutzte eine Lücke im mobilen Bezahlsystem von ComfortDelGro aus und betrog das Taxiunternehmen bei 117 Gelegenheiten um Taxifahrten im Wert von fast 2.600 S$.

Laut CNA bekannte sich der Teenager in einem Anklagepunkt schuldig, eine Computerfunktion ausgeführt zu haben, um ein Betrugsdelikt zu begehen.

Der Jugendliche, der zum Zeitpunkt des Verbrechens unter 18 Jahre alt war, darf nach dem Kinder- und Jugendgesetz nicht namentlich genannt werden.

Der Teenager entdeckte das Schlupfloch und testete seine Theorie, indem er eine weitere Fahrt buchte.

Am 29. Oktober 2019 lud der Teenager die ComfortDelGro-Buchungs-App herunter und richtete ein Konto ein, indem er eine seiner POSB/DBS-Debitkarten mit der NETS-Click-Zahlungsmethode für sein Konto verknüpfte.

Anschließend buchte er eine Taxifahrt mit der NETS-Click-Methode.

Da er für die Taxifahrt über genügend Guthaben auf seinem Bankkonto verfügte, wurde die Taxibuchung von Comfort genehmigt.

Laut Gerichtsdokumenten, die von Mothership eingesehen werden konnten, benutzte der Teenager dann dieselbe Debitkarte, um Artikel in einem Convenience Store zu kaufen, während er auf die Ankunft des Taxis wartete.

Er wusste, dass er mit solchen Einkäufen nicht über genügend Geld verfügen würde, um die Taxifahrt zu bezahlen, und erwartete einen negativen Wert auf seinem Bankkonto.

Nachdem er seine Taxifahrt beendet hatte, überprüfte er sein Bankkonto und stellte überrascht fest, dass die Taxigebühr nicht von seinem Bankkonto abgebucht wurde.

Anschließend überprüfte er seinen Verdacht bezüglich der potenziellen Lücke, indem er auf die gleiche Weise eine weitere Taxifahrt buchte und sich vergewisserte, dass er zum Zeitpunkt der Buchung über genügend Guthaben auf seinem Bankkonto verfügte.

Nachdem die Buchung genehmigt worden war, überwies er Geld von seinem Bankkonto, bevor die Taxifahrt abgeschlossen war.

Nach Abschluss der zweiten Taxifahrt stellte er fest, dass die Taxigebühr aufgrund unzureichender Geldmittel nicht von seinem Bankkonto abgebucht wurde, und begann, das Schlupfloch häufiger zu nutzen, indem er Taxifahrten für den eigenen Gebrauch und für seine Freunde buchte.

Durch den Verkauf billiger Taxifahrten erzielte er einen Gewinn von mehr als 300 S$.

Gerichtsdokumente enthüllten auch, dass der Teenager das Schlupfloch nutzte, um einen Gewinn zu erzielen, indem er in einem Telegramm-Gruppen-Chat namens SG Hitch für billige Taxifahrten warb.

Er bot den Mitgliedern der Gruppe billigere Taxifahrten an, als die Comfort App zeigte, und nutzte das Schlupfloch, um sicherzustellen, dass für die Fahrten kein Geld von seinem Konto abgebucht wurde.

Insgesamt machte er mehrere fiktive Konten, um 117 Taxifahrten für sich selbst und seine Freunde zu buchen und einen Gewinn zu erzielen, so dass ComfortDelGro einen Verlust von S$ 2.598,60 erlitt.

Gerichtsdokumenten zufolge hat er ComfortDelGro keine Rückerstattung geleistet.

Der Teenager schaffte es, einen Gewinn von etwa 300 bis 400 S$ zu erzielen, und gab seinen gesamten Gewinn für Essen und Unterhaltung aus.

Der Polizeibericht wurde am selben Tag erstellt, an dem die Ausbeutung entdeckt wurde.

Ein Manager der Verkaufs- und Marketingabteilung von ComfortDelGro bemerkte die betrügerischen Transaktionen und erstattete am 29. Oktober 2019, am selben Tag, an dem der Teenager das Schlupfloch zum ersten Mal ausnutzte, Anzeige bei der Polizei. Teenager exploits loophole in app to cheat ComfortDelGro of S$2,600 for 117 taxi rides (englisch, Mothership, “Teenager nutzt Schlupfloch in App aus, um ComfortDelGro um S$ 2.600 für 117 Taxifahrten zu betrügen”)